Verteidigungsministerium: Milliarden-Rechenfehler - DER SPIEGEL
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Milliarden-Rechenfehler im Verteidigungsministerium

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Das Verteidigungsministerium hat sich bei der Entwicklung der Kosten von zwei bedeutenden Rüstungsprojekten um jeweils rund eine Milliarde Euro verrechnet. Dies geht aus einem internen Bericht des Ministeriums auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Gesine Lötzsch hervor. Demnach konnten beim Lenkflugkörper "Meteor" nicht 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zur Ursprungsplanung eingespart werden, sondern lediglich 11 Millionen. Die erste Annahme beruhe "auf einem fehlerhaften Datenwerk" sowie auf Stückzahlabschätzungen aus dem Jahr 2000, räumte das Verteidigungsministerium nun ein. Auch beim Schützenpanzer "Puma" sind die Rechenexperten des Bendlerblocks durcheinandergekommen. So liege der "Puma" nicht rund 2,3 Milliarden Euro über den ursprünglichen Planungen, sondern 1,3 Milliarden Euro. Als Ursache für die verschwundene Milliarde gibt das Verteidigungsministerium an, man habe sich zunächst fälschlich auf eine "grobe Schätzung" verlassen. Das Ministerium räumte ein, dass beide Fehler erst "während der Bearbeitung" der Anfrage bemerkt worden seien.