Westerwelle: "Ich will unbedingt weiterleben" - DER SPIEGEL
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Westerwelle: "Ich will unbedingt weiterleben"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Sie glauben gar nicht, was der Mensch alles aushält", sagte der ehemalige Außenminister und FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Zum ersten Mal spricht er ausführlich über seinen Kampf gegen eine akute Leukämie und deren Folgen. Im Juni 2014 war die Krankheit bei ihm entdeckt worden. Seine Ärzte drängten den Krebs mit einer Transplantation von Stammzellen zurück. Nun muss sich sein Körper an das neue Immunsystem gewöhnen. Westerwelle: "Ich wollte und ich will unbedingt weiterleben." Er erzählt im SPIEGEL von der zufälligen Entdeckung seiner Krankheit, von den Qualen der Chemotherapie, vom Warten auf einen Spender, von seinen Hoffnungen, Enttäuschungen, Ängsten. "Schlimm war, als ich dachte, ich muss sterben", sagte Westerwelle.

In dem SPIEGEL-Gespräch, das vier Stunden dauerte, berichtet er auch freimütig von seiner Jugend in Bonn, von einem Versuch, ihm seine Homosexualität auszureden, von seinen guten und bösen Erfahrungen in der Politik und von dem Halt, den er bei seinem Ehemann Michael Mronz findet.