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Westlotto-Skandal weitet sich aus - Gewinnberater gefeuert, Staatsanwaltschaft ermittelt

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Der Skandal um die Zuführung von Lottogewinnern zur Privatbank Merck Finck & Co. durch die staatliche Lotteriegesellschaft Westlotto weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt gegen einen Gewinnberater von Westlotto wegen des Verdachts der Vorteilsannahme. Das Unternehmen teilte auf SPIEGEL-Anfrage mit, Westlotto habe sich von dem Mann getrennt: "Er ist nicht mehr im Unternehmen tätig."

Am vorigen Dienstag hatte der SPIEGEL Westlotto mit weiteren Fällen konfrontiert, in denen Lottogewinner vom Gewinnberater des Unternehmens zur Privatbank Merck Finck gelotst worden waren. Dort trieben Bankmitarbeiter die Neu-Millionäre, die in Geldanlagen unerfahren waren, in riskante Investments wie Immobilien- oder Schiffsfonds; die Anleger verloren große Teile ihres Lottogewinns.

In einem Fall hatte der Westlotto-Berater im März 2014 einem Jackpotgewinner aus dem Sauerland mit Nachdruck die Privatbanker von Merck Finck empfohlen. Allerdings, so der Lottomillionär, habe ihn der Westlotto-Mann mehrmals darum gebeten, seinen Tipp diskret zu behandeln, weil er die Bank eigentlich nicht empfehlen dürfe; die Gesetzeslage habe sich verändert, nur bis Ende 2013 habe Westlotto diese Bank offen empfehlen dürfen.

Ein Sprecher des Bankhauses Merck Finck & Co. wollte sich unter Berufung auf das Bankgeheimnis zu den Vorwürfen nicht äußern.