Achilles' Ferse: Alles eine Frage der Technik - DER SPIEGEL
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Achilles' Ferse Alles eine Frage der Technik

Wenn's wehtut: Bei wiederkehrenden Schmerzen könnte der Laufstil die Wurzel allen Übels sein. Außerdem behandeln Achim Achilles und sein Team den Schwimmsport als sinnvolle Alternative zum Laufen. Achims Leser geben Tipps zur richtigen Kleidung bei falschem Wetter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Liebes Achilles-Team,
ich (44, 1,82 Meter, 75 Kilogramm) bin von 2002 bis 2006 regelmäßig gelaufen und habe unter anderem 2004 meinen ersten und bisher einzigen Marathon erfolgreich und ohne Probleme bestritten. Danach habe ich aus familiären Gründen rund zwei Jahre lang kaum Sport getrieben. Seit Sommer laufe ich wieder regelmäßig, mittlerweile 35 bis 40 Kilometer pro Woche.

Verschiedene Laufstile: Mögliche Ursache für Schmerzen

Verschiedene Laufstile: Mögliche Ursache für Schmerzen

Foto: REUTERS

Seit ein paar Tagen spüre ich beim Auftreten einen leichten Schmerz, der sich am linken Fuß über die gesamte Außenkante zieht, vom Kleinzehen-Ballen bis zur Außenkante der Ferse. Auch beim Dehnen macht sich dieses Problem bemerkbar: Wenn ich etwa die hintere Oberschenkelmuskulatur dehne und bei gestrecktem Bein die Fußspitze anziehe, fühle ich ein unangenehmes Ziehen an der Außenkante der Ferse. Neben der Frage, was das sein könnte, wüsste ich gern, ob es sich um eine allgemeine Überlastungserscheinung handelt, oder ob dieses Problem ein Hinweis auf eine spezifische Fehlbelastung durch falsche Lauftechnik, Fußfehlstellungen oder ähnliches sein könnte.
Viele Grüße, Heiner

Lieber Heiner,
stelle deine Frage doch mal in einem Forum bei achim-achilles.de . Vielleicht finden sich Leidensgenossen, die dir wertvolle Tipps geben können.
Besten Gruß, Achim

Lieber Heiner,
ich hätte auch gerne gewusst, um was es sich handelt. In der Tat kann sich bei diesem Problem um eine allgemeine Überbelastungserscheinung handeln. Das Problem kann auch ein Hinweis auf eine spezifische Fehlbelastung durch falsche Lauftechnik, Fußfeststellungen oder Ähnliches sein. Die Antwort auf diese Fragen kann Ihnen nur ein Arzt liefern, der Sie direkt untersucht.
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. Fernando Dimeo

Hallo Achim,
könntest du nicht mal auf Ausgleichsportarten zu sprechen kommen und das Schwimmen rehabilitieren? Ist übrigens auch viel schmerzfreier als Laufen. Eure ärztlichen Beratungen könntet Ihr auf folgenden Hinweis reduzieren: "Deine Schienbeinschmerzen verschwinden, wenn du die Wende vor dem Beckenrand machst." Wenn ich nicht gerade schwimme, laufe ich auch mal. Wobei ich mir einbilde, dass ich meine Kondition dank meiner Wassereinheiten (zwei- bis dreimal in der Woche à eine Stunde) verbessert habe. Zuletzt bin ich 50 Minuten in zügigem Tempo, inklusive zweier Tempoeinheiten, total locker durch den Düsseldorfer Volksgarten gelaufen. Ergo: Schwimmen hilft dem Läufer!
Annette

Liebe Annette,
Diese Kolumne heißt nicht Friedrich Flosse, sondern Achim Achilles. Und dies aus einem guten Grund.
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. Fernando Dimeo

Liebe Annette,
das wahre Problem am Schwimmen ist, dass man im Schwimmbad seine Problemzonen noch weniger kaschieren kann als beim Laufen.
Badehosenmuffel Achim

Hallo Annette,
in meiner aktiven Zeit als Läufer habe ich viele Leistungsschwimmer kennengelernt, für die Laufen ein Gräuel war. Aber Laufeinheiten standen durchaus auf deren Trainingsplan. Umgekehrt sind wir Läufer häufig nach einer harten Trainingseinheit zur Prophylaxe ins Becken gesprungen, um ein Paar Bahnen zu ziehen. Später, nach dem Ende meiner Laufkarriere, habe ich den einen oder anderen Schwimmer bei Triathlonwettkämpfen wieder getroffen – und siehe da: Sie sind recht passabel gelaufen. Und natürlich zählt eine Schwimmeinheit über 45 oder 60 Minuten zum Grundlagenausdauertraining, das sich auch durch reichlich Puste beim Laufen bezahlt macht. Vom Startblock weg grüßt dich,
dein Klemmbrett-Karraß

Lesertipps

Hallo Achim,
zur Problematik der unterschiedlichen Materialstärken: Bei kälteren Temperaturen trage ich als Grundlage gerne ein Radunterhemd (kurz- oder auch langarmig). Das ist vorne warm und winddicht und hinten schön luftig - zum Ausdampfen eben. Da genügt dann meistens ein langarmiges Laufshirt drüber - und ich bin gewappnet bis ungefähr minus 5 Grad. Wenn es noch kälter ist, muss natürlich noch eine Jacke drüber. (Fast) kein Wetter kann mir das Laufen vermiesen - ganz im Gegenteil: Endlich sind wir im Wald wieder unter uns!
Jawoll! Roberto

Hallo Achim,
Leibchen, die vorne dick und hinten dünn sind, gibt es bereits. Ich habe beispielsweise eine Winterlaufjacke eines Kaffeeherstellers, die am Bauch feste winddichte Multifaser und am Rücken schön durchlässigen Fleece hat. Allerdings ist die so merkwürdig geschnitten, dass ich mir schon überlege, sie eigens per Hand tailliert abzunähen. Für den besseren Look halt.
Gruß,
Jürgen

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