Achilles' Ferse Auf der Flucht
Hallo Doc,
wie auch im letzten und vorletzten Jahr habe ich auch in diesem Winter einen sehr hartnäckigen, mehrere Wochen andauernden, tief sitzenden und recht trockenen Reizhusten. Des Weiteren komme ich dadurch leicht ins Schwitzen, habe aber kein Fieber. Körperlich fühle ich mich eigentlich ganz gut.
Mein Hausarzt hat im vergangenen Jahr zwei Antibiotika bei mir ausprobiert, die aber nichts gebracht haben. Als er mir dann das dritte Antibiotikum verschreiben wollte, habe ich mich lieber an einen Lungenspezialisten überweisen lassen, der stark gereizte Bronchien diagnostizierte, was laut seiner Aussage eventuell auch in den asthmatischen Bereich gehen könnte.
Ich wurde mit einer cortisonhaltigen Medizin (Pulver zum Inhalieren) behandelt, was mir recht schnell geholfen hat. Jetzt stehe ich wieder vor derselben Situation. Was soll ich tun? Kann ich weiter laufen, wenn ich kein Fieber habe? Wieder Cortison? Als Banker arbeite ich seit Jahren klimatisiert und habe deswegen noch keine Beschwerden gehabt. Gruß, Smatte
Lieber Smatte,
erstmal herzlichen Glückwunsch: Als Banker hast du ja berechtigte Aussichten, alsbald deine Form zu verbessern, entweder, weil du vor empörten Kleinsparern fliehen musst oder dein neuer Bankdirektor Herr Steinbrück dein Freizeitbudget spürbar vergrößert.
Neulich las ich eine Studie, derzufolge auch Asthma oder asthmaähnliche Zustände durchaus auch psychisch ausgelöst werden können. Wenn du also Angst um deine Form hast, das erste Tief naht, alle Leute um dich herum niesen, dann kann es sein, dass dein Kopf unterbewußt meldet: Achtung, Alarm, Angst, Asthma. Muß nicht sein, kann aber sein. Anstatt mit Cortison herumzuexperimentieren, empfehle ich zur Lektüre die vielen schlauen Gedanken
unseres Motivations-Experten Flow-Doc Huhn.
Gruß, Achim
Lieber Smatte,
deine Bronchien reagieren offensichtlich auf die kalte Witterung, was bei einigen Menschen zu diesen asthmaähnlichen Symptomen führen kann. In jedem Fall würde ich nochmals den Lungenfacharzt kontaktieren und ihn auf die besondere Situation auch deiner Laufbelastung hinweisen.
Besten Gruß, Dr. Dirk Pajonk
Hallo Achim,
ich (29) habe letzten August nach anderthalb Jahren Pause wieder angefangen zu laufen. Ich möchte euch gerne nach der Aussagekraft des PWC-150 Fahrradtests fragen. Ich bin vor kurzem etwa 16 Kilometer in 1:35 Stunden gelaufen (reine Laufzeit plus zwei kleine Stehpausen, je ein bis zwei Minuten zur Entlastung meines operierten Fußes), und diesen Freitag haben wir zwischen 14,5 und 15 Kilometer ganz locker in 1:40 Stunden zurückgelegt (ich habe überhaupt keine Erschöpfung gemerkt). In meinem Frauenlauftreff laufe ich die Intervalltrainings zumindest in der oberen Mitte.
Neulich hat mich ein Trainer zu diesem Fahrradtest geschickt. Jetzt hört zu: PWC max = 145 Schläge pro Minute, MOU (was immer das ist) 23 Milliliter/Kilogramm, PFL = 1 (schlecht). Früher, als ich noch nicht gelaufen bin und wesentlich weniger Ausdauer hatte, jedoch im Fitnessstudio auf dem Rad maximal 30 Minuten am Stück gestrampelt bin, konnte ich bei 150 Schlägen bis 140 Watt fahren, und heute waren es nur 93 Watt. Und das obwohl ich schneller fahre. Was haltet ihr von diesem Test und vor allem von meinem Ergebnis?
Gruß, Alexandra
Hi Alexandra,
da muss schlicht und ergreifend der bekloppte Test schief gelaufen sein. Kann ja nicht sein! Also entweder du lässt solche Tests oder du spezialisierst dich auf Lauftests. Mach weiter so! Viele Grüße, auch an die Mucki-Testbude, von deinem Klemmbrett-Karrass
Liebe Alexandra,
der beste Test ist 1000, 2000 oder 3000 Meter lang. Wie lange brauchst du heute, in zwei Monaten, vor zwei Jahren? Dieser ganze PWC/PWL/PKW-Kram verursacht vor allem eines: schlechte Laune. Dabei ist doch alles so einfach.
Besten Gruß, Achim
Hi Doc, hi Achim,
drei Wochen nach dem Ironman (10:12 Stunden) begann ich vorsichtig, mich auf den Amsterdam-Marathon vorzubereiten. Direkt zu Beginn des Acht-Wochen-Greif-Programms fingen die Probleme in der Leistengegend beidseitig an. Training und Wettkampf (3:14 Stunden) klappten noch einigermaßen, aber immer mit latenten Problemen.
Vor allem äußert sich der Schmerz, vom inneren Oberschenkel bis in die untere Bauchgegend, wenn ich auf dem Rücken liegend die Beine nach oben anhebe. Nach fünf Wochen leichtem Training wurde es auch ohne Laufen nicht besser. Dehnübungen und Yoga lindern nur wenig. Wenn das so weiter geht, ist meine Mona bald schneller als ich.
Viele Grüße aus Herdecke, Stefan (42, 189 Zentimeter, 80 Kilogramm)
Lieber Stefan,
keine Frage: sofort ab zum Arzt und die Leisten untersuchen lassen.
Besten Gruß, Dr. Dirk Pajonk
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