Achilles' Ferse: Der Berg ruft - DER SPIEGEL
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Achilles' Ferse Der Berg ruft

Nichts für Flachland-Tiroler: Wer einen Bergmarathon angehen will, braucht Höhentraining. Bei Motivationsproblemen rät Achim Achilles zu abhärtendem Winterprogramm. Auch den Läufern mit andauernden Fußschmerzen kann bei Achim und Co. geholfen werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hallo zusammen,
nach langem Training will ich nächstes Jahr meinen ersten Bergmarathon absolvieren. Einzig die Höhe macht mir ein wenig Sorgen. Deshalb meine Frage: Braucht es für Läufe auf 2700 Meter eine extra Höhenvorbereitung? Mein Training absolviere ich normalerweise auf 700-1600 Meter über Normalnull.
Vielen Dank und beste Grüße aus der Schweiz, Christian

Den Gipfel im Blick: Vorbereitung ist alles

Den Gipfel im Blick: Vorbereitung ist alles

Foto: Getty Images

Hallo Christian,
wenn du dein Training schon in 1.600 Meter Höhe absolvieren kannst, bist du sehr gut vorbereitet. Andere Läufer haben diese Möglichkeiten nicht. Für Flachländer liegt die Leistungsgrenze deutlich näher.
Alles Gute, Jens Karraß

Hallo Achim,
letzten Monat bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Danach habe ich eine zweiwöchige Trainingspause eingelegt. Seitdem ich wieder laufe, schaffe ich allerdings kaum fünf Kilometer ohne Gehpausen. Meine längste Strecke waren seither mit sehr viel Mühe und Not elf Kilometer, obwohl ich diese Distanz vorher ohne Probleme in einer Stunde gelaufen bin. Hast du einen Rat, woran das liegen könnte?
Viele Grüße, Matthias

Hallo Matthias,
du brauchst ein neues Ziel. Du hast den Halbmarathon sicherlich toll geschafft, doch jetzt weigert sich dein Intellekt, weiter auf derselben anstrengenden Schiene zu trainieren, ohne richtiges Ziel. Also plane: Zehn Kilometer flott oder Marathon? Dann kannst du deiner Psyche auch ohne weiteres wieder das richtige Training anbieten. Dann rollt es wieder. Viel Spaß beim Pläneschmieden!
Jens Karraß

Lieber Matthias,
Klemmbrett hat recht. Das schwarze Loch nach einem guten langen Wettbewerbslauf ist nicht zu unterschätzen. Der morgendliche Sprung auf die Waage hat ebenfalls motivierende Wirkung. Wenn du ein Kerl bist, machst du eine Winterlauf-Serie mit; jedes Wochenende auf Zeit durch die Pampa. Auf achim-achilles.de  findest du die Termine.
Das stählt.
Eisern Achim

Hallo Doc und Team,
ich (169 Zentimeter, 65 Kilogramm) laufe zwei- bis viermal in der Woche je sieben bis acht Kilometer. Nach jedem Lauf kann ich nicht mehr vernünftig über den großen Zeh abrollen und der Fußballen schmerzt (nein Achim, bitte nicht lachen), was sich im allgemeinen bis zum nächsten Lauf hält. Während des Laufens ist seltsamerweise alles soweit im Rahmen. Mein Doc hat Platt-, Senk- und Was-auch-immer-für-Füße diagnostiziert und Einlagen verordnet. Die helfen allerdings nur dem Geldbeutel des Schuhmachers und nicht mir. Habt Ihr einen Rat?
Anne

Liebe Anne,
Ihre Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben: Eine Entzündung des Muskelansatzes, Veränderungen der Gelenke, oder einfach eine Überanstrengung der Muskelstrukturen beim Laufen als Folge des Plattfußes. Dagegen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Einlagen helfen sehr häufig, aber vielleicht ist für Sie einfach das Modell nicht geeignet, das Sie bekommen haben. Möglicherweise profitieren Sie eher von einer Fußgymnastik, um die Strukturen zu kräftigen, als von einer Einlage, um sie zu entlasten.
Mit besten Grüßen,
Ihr Dr. Fernando Dimeo

Hallo Doc Dimeo,
vor mir liegt eine lebensaufgabenverändernde OP namens Hysterektomie. Sie soll laproskopisch durchgeführt werden. Wie lange muss ich danach auf das Laufen verzichten, wenn die OP problemlos verläuft? Danke auch an Achim und Jens - er ist ein Klasse-Online-Coach,
Katharina

Liebe Katharina,
in der Regel sollten Sie das Training etwa drei Wochen nach der Operation allmählich aufnehmen dürfen. Aber einige Patientinnen berichten nach einer Hysterektomie über eine sehr ausgeprägte Müdigkeit und Niedergeschlagenheit, die sich erst nach mehreren Wochen zurückbilden. In diesem Fall müssen Sie geduldiger sein und den Körper die Schonung gönnen, die er offensichtlich benötigt.
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. Fernando Dimeo

Lesermail der Woche

Hallo Achilles,
ich war gestern seit langem mal wieder laufen. Ich bin Baujahr 66, zwischen 1998 und 2004 bin ich fünfmal Marathon gelaufen. Zurzeit mache ich mehr Workout und spiele wieder Handball mit den anderen alten Säcken aus der II. Mannschaft. Jedenfalls streue ich jetzt wieder mehr Läufe ins Programm ein. Ich war gestern also laufen, nicht zu heiß, leichter Dauerregen. Aus der Wohnung raus, ich wohne in Witten im schönen Ruhrgebiet, am Anfang Straße und dann ab in den Hohenstein, die grüne Lunge. Unterwegs begegnete ich drei anderen Läufern, zwei Spaziergängern mit Hunden, keinem Walker, keiner nervenden, quatschenden Frauengruppe, niemandem, der sich Ipod-mäßig beschallte. Es war wunderbar!
In diesem Sinne, alles Gute! Thomas

Leser antworten

Hallo Achim,
Franks Probleme mit den Brustwirbeln und dem ISG waren für mich alte Bekannte. Kraulschwimmen hilft, habe es aber auch dabei fertig gebracht, mir die Wirbel zu verkanten. Im Urlaub habe ich den Ruder-Ergometer entdeckt und lieben gelernt. Regelmäßig zweimal die Woche 10.000 Meter auf so einem Teil, und die Probleme sind Vergangenheit. Wichtig dabei sind: korrekte Haltung und Bewegungsablauf. Übrigens, manche Triathleten ersetzen Schwimmtrainingseinheiten durch Rudern auf dem Ergometer, ist nicht ganz so langweilig.
Keep on running, Dorothea aus Heidelberg

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