Achilles' Ferse Die Walker werden immer kecker
Hallo Achim,
du schimpfst doch nur über Walker, weil du es selbst nicht schaffst, die Stöcke bei hohem Puls zu koordinieren. Interessieren würde mich ein Video von dir, in dem du Nordic Running oder Nordic Jumping machst.
Grüße, Holger
Lieber Achim,
das Joggen scheint sich ja schon ausschließlich über das Walken zu definieren. Mir scheint, dass ihr in Wahrheit den Walker verehrt, denn so konntet ihr den Titel "dämlichste Sportart der Welt" an die Walker abgeben. Das wird euch am Ende allerdings nicht retten. Joggen mag unterstützend für richtigen Sport noch okay sein. Wer aber aus Freude am Laufen joggt, ist und bleibt ein echter Langweiler.
Schöne Grüße, Andy
Schöner Nadelwald: Genügend Platz für Walker und Läufer
Foto: REUTERS
Hallo Achilles,
ich denke, dein Spott sollte eher die Nordic Talker als die Nordic Walker treffen, denn die stöckeln grellbunt-laut-dröhnend durch die Lande.
Peter
Lieber Achim,
im Grunde teile ich deine Einschätzung über Walker voll und ganz. Jedoch muss ich auch eine Lanze für zumindest eine deutsche Walkerin brechen: meine Mutter. Sie fährt Rad und walkt bergauf, bergab und in großem Umfang. Natürlich habe ich sie immer ausgelacht, bis ich letztes Weihnachten den Fehler gemacht habe, mich von ihr zu einer zweistündigen Walking-Tour mit Pulsmesser überreden zu lassen. Um es kurz zu machen: Ich (Leistungsschwimmer, 1000 Meter unter 15 Minuten) konnte zwei Tage danach immer noch nicht meine Arme heben. Während meine Mutter mit einem vernünftigen 130er-Puls den Berg hochwalkte, hatte ich Spitzenwerte von knapp 180. Trotzdem hast du vollkommen recht mit deiner Antwort, die bestimmt kommt: Ja, zwischen 100 Walkern ist immer mal einer dabei, der es richtig macht. Übrigens, würdest du mal eine Weile im Schwimmbad zubringen, würdest du dir die Walker zurückwünschen. Glaube mir!
Sportliche Grüße, Lutz
Lieber Herr Achilles,
auch ich war mal so ein arroganter Jogger, bis ich nach fünf Bandscheibenvorfällen unter das niedere Volk der Nordic Walker gegangen bin. Es stimmt, wir sehen ziemlich bescheuert aus. Aber wie sehen denn die schlurfenden Rentner und dickbäuchigen Jogger aus, wenn sie versuchen, mich zu überholen, was oft nicht klappt.
Werner
Hallo,
es ist wohl mittlerweile Mode geworden, gegen die Walker zu stänkern. Dabei fallen mir gerade die Jogger im Nymphenburger Schloßpark auf. Keuchend ignorieren sie den gewöhnlichen Parkbesucher, die Ohrstöpsel vom MP3-Player im Ohr. Was unterscheidet also die Jogger von den Walkern? Der Autor ist mit Sicherheit noch nie mit Nordic-Walking-Stöcken unterwegs gewesen, sonst hätte er bemerken müssen, wie gut einem eine Runde Walking tut, und zwar dem gesamten Körper.
Gerhard
Lieber Achim,
was ist noch schlimmer als ein Walker? Klare Antwort: eine Lauftreff-Gruppe im Wald. Die schafft es nämlich nie, den Weg auch nur ansatzweise zur Hälfte frei zu machen. Da frage ich mich doch, wieso Jogger als sportlich bezeichnet werden, wenn sie nicht mal ansatzweise in der Lage sind, mit Hilfe ihrer Beinkraft bewegten Objekten einigermaßen ausreichend auszuweichen.
Viele Grüße, Beate
Hallo Herr Achilles,
eine Frage beschäftigt mich nun doch, wenn ich Ihre Ergüsse gegen das Walking und dessen Sinn beziehungsweise Unsinn bezüglich Fettverbrennung lese: Wie viele Kilogramm haben Sie schon mit Joggen abgenommen?
Mathias
Hallo Achim,
einerseits kann ich deine Abneigung gegen Walker verstehen. Sie sind farbenblind (pinke Leggings mit popelgrünem Sweatshirt), sie hinterlassen immer solche Striche auf dem Waldboden (der berühmte Handrückenschleifgang) und ja, einige brauchen sehr viel Platz. Aber ich selbst bin über das Walken zum Laufen gekommen, denn nach den ersten Laufversuchen hat es mich fast zerrissen. Nach einiger Zeit mit den Stöckern konnte ich dann ohne Probleme laufen.
Dominik
Hallo Achim,
ich bin froh, dass ich nicht die Einzige bin, die dir widerspricht. Es gibt diverse Gründe, zu walken statt zu laufen. Ich zum Beispiel kann gar nicht mehr laufen und nicht mal mehr flott walken, und ohne Stöcke lege ich mich auf die Schnauze.
Gruß, Johanna
Hallo Achim,
würden die Leute richtig verstehen wollen, würde sich mancher erregte Walker-Kommentar erübrigen. Echten Walkern wird von uns doch schier noch mehr Respekt entgegengebracht als den mit hochrotem Kopf schwankenden Läufern. Diese Spezies ist aber so selten wie ein Wolpertinger (ein bayerisches Fabelwesen, meist Hase mit Geweih und Flügeln; die Red.).
Norbert
Lieber Achim,
ich bin schon sehr lange Läufer und freue mich über jeden Walker und jede Walkerin, die ich sehe. Diese künstliche Aufgeregtheit gegen das Walking ärgert mich total. Sport und Bewegung sollen integrieren und nicht Menschen trennen.
Rainer
Lieber Achilles,
als alter Langstreckenjogger habe auch ich mich früher über die Walker geärgert, die zu viert nebeneinander die Laufstrecke blockierten. Nun habe ich aber selbst das Nordic Walken für mich entdeckt. Warum dieser Wandel? Weil ich seit fünf Jahren nur noch auf einem Bein durchs Leben laufe. Mir hat in den vergangenen Jahren immer etwas gefehlt, das mal wieder so richtig die Endorphine ausschüttete. Diese Stäbchen haben es mir zurückgebracht. Das Ziel kann nicht sein, dass ich wieder jogge, sondern dieses schnelle Gehen ist für mich sozusagen das Endstadium. Reichweiten relativieren sich übrigens. Früher waren die 21 Kilometer etwas Normales, heute können manchmal schon 500 Meter wie ein Marathon sein.
Thomas