Achilles' Ferse: Laufband ins Leere - DER SPIEGEL
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Achilles' Ferse Laufband ins Leere

Natur oder Studio? Auch auf dem Laufband kann man ordentlich trainieren. Allerdings nur, wenn man die richtigen Schuhe hat. Achim Achilles und Co. halten nichts von schnellen Erfolgen, die gehen langfristig immer zu Lasten der Gesundheit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hallo Achim,
gerne hätte ich gewusst, ob auch beim Walken auf dem Laufband auf das richtige Schuhwerk zu achten ist. Seit dem 50-minütigen Walk am Montag mit ganz normalen Sneakers verspüre ich eine Art Überdehnung am rechten Knöchel. Kann das an den falschen Schuhen liegen?
Grüße, Johanna aus Berlin

Liebe Johanna,
kaufe dir ein paar ordentliche Laufschuhe, besorge dir einen guten Trainingsplan , lies unsere Einsteigertipps  und laufe richtig. Das spart Zeit und hilft der Form allemal mehr als die Walkerei.
Besten Gruß, Achim

Liebe Johanna,
selbstverständlich spielt das richtige Schuhwerk auch beim Laufen auf dem Laufband eine wichtige Rolle. 50 Minuten in einem vielleicht instabilen Schuh können die Beschwerden definitiv auslösen.
Besten Gruß, Dr. Dirk Pajonk

Hi Johanna,
du machst ja sicher auch keinen Unterschied zwischen Schwimmen und Baden: Du hast bestimmt in beiden Fällen denselben Badeanzug.
Mit sportlichem Gruß, Dein Klemmbrett-Karrass

Liebes Achilles-Team,
seit einigen Wochen trainiere ich in einem Fitnessstudio auf dem Laufband. Meine Klemmbrett-Trainingspläne sehen nun allerdings Steigerungsläufe vor. Kann ich die auch auf dem Laufband machen? Oder geht das grundsätzlich nicht? Klar, irgendwann habe ich schon vor, auch in der Natur zu laufen. Aber der Gang ins Studio hat momentan mehrere Vorteile für mich: In der Nähe der Arbeitsstelle, ich kann zudem Krafttraining machen.
Danke, Antonio

Lieber Antonio,
ich persönlich bin ja ein absoluter Fan von Laufen in der Natur. Aber natürlich kannst du deine Steigerungen auch auf dem Laufband machen.
Besten Gruß, Dr. Dirk Pajonk

Lieber Antonio,
es ist sicherlich eine Frage der Übung, aber auch auf dem Laufband sind Steigerungen möglich. Wenn du dich aber unsicher fühlst, lass es sein. Dann mach alternativ ein paar lockere Motorik-Läufe zwischen 45 und 60 Sekunden, bei denen du das Tempo besser kontrollieren kannst.
Dein Klemmbrett-Coach

Hallo Achilles,
vor zweieinhalb Jahren habe ich (26 Jahre, 182 Zentimeter, 68 Kilogramm) beim Fußballspielen mein Sprunggelenk ruiniert. Die Schwellung war riesig, die Schmerzen waren grausam. Ich konnte über zwei Wochen mit dem lädierten Fuß nicht auftreten. Der Orthopäde meinte, ich habe mir wahrscheinlich alles kaputt gemacht, was es kaputt zu machen gibt.

Mit dem Röntgenbild konnte er keine exakte Angabe machen, was genau verletzt wurde. Er hat mir eine Schiene gegeben und das war's. Eine Physiotherapeutin (bei der ich nicht in Behandlung war) meinte, dass das Syndesmoseband gerissen sein könnte und damit sei nicht zu spaßen.

Seit dem Unfall ist der Fuß auch nicht mehr das, war er mal war. Er ist ungelenk, der Knöchel ist dicker als am anderen Fuß und bei längerer Belastung (viel Stehen, viel Gehen) tut er auch mal weh. Seit ein paar Monaten habe ich zaghaft mit dem Laufen begonnen. Jedes Mal mit einem Spezialstrumpf, was nicht gerade angenehm zum Tragen ist. Was meinst du, sollte ich einfach laufen, den Fuß behandeln lassen? Oder was soll ich tun, um den Fuß nicht noch mehr kaputt zu machen? Die Angst, dass so etwas noch mal passieren könnte, lähmt zusätzlich.
Sportliche Grüße, Caspar

Lieber Caspar,
zweieinhalb Jahre nach dem Unfall und immer noch Schmerzen - das ist nun wirklich nicht zu tolerieren. Einfach nur weiter laufen kann einen eventuell bestehenden Vorschaden weiter verschlechtern. Es ist wichtig, dass du Sicherheit bekommst, was wirklich los ist. Dazu benötigst du eine MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie).
Besten Gruß, Dr. Dirk Pajonk

Hallo Caspar,
du stellst ja unser Gesundheitswesen auf eine harte Probe: Da diagnostiziert dein Arzt einen Totalschaden und entlässt dich mit einer simplen Schiene - sehr merkwürdig. Wenn tatsächlich so viel kaputt war, dann ist aufgrund der bescheidenden Therapie sicher nicht alles so verheilt, wie es sein sollte. Das Resultat spürst du nun leider.

Dennoch denke ich, dass Bewegung und langsam zunehmende Belastung - etwa durch Laufen - dem Fuß nicht schaden. Lass dich von einem Orthopäden beraten, welcher Laufschuh für dich geeignet ist und ob du womöglich Einlagen brauchst. Gleichzeitig solltest du durch alternative Übungen ausreichend Beweglichkeit und Kräftigung des Fußes entwickeln - deine bekannte Physiotherapeutin kann dir sicher einige Methoden zeigen.
Alles Gute, Dein Klemmbrett-Karrass

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