Achilles' Ferse Marathon nach Krebs-Operation
Liebes Achilles-Team,
Ende Juni habe ich mein Triathlon-Frühjahr (April bis Juni) mit meinem fünften Triathlon (alle Sprintdistanz) abgeschlossen. Trainiert habe ich für diese Wettkämpfe hauptsächlich im hohen Pulsbereich, um Tempohärte zu gewinnen. Im Herbst will ich die Saison mit einem Marathon abschließen. Meine Frage: Wie bereite ich mich darauf idealerweise vor? Schwerpunkt auf langen Läufen ist klar, aber was soll ich für die Geschwindigkeit tun? Meine Bestzeit von 4:04,21 Stunden will ich deutlich unterbieten!
Danke, Christoph
Marathon-Läufer bei Olympia in Peking: Jagd auf die Bestzeit
Foto: AP
Hallo Christoph,
um ganz sicher die vier Stunden zu unterbieten, solltest du im Training daran arbeiten, dass es dir sehr leicht fällt, Distanzen bis zu 20 Kilometer in einem Schnitt von 5,2 Kilometer pro Stunde zu laufen. Das stellst du sicher, indem du im Tempotrainingsbereich 1000- bis 2000-Meter-Läufe in einem Zeitkorridor von 4:50 Minuten bis 5:00 Minuten absolvierst. Um nicht zu überziehen, gibt es nach jedem Einzellauf eine Geh-/Stehpause von zuerst drei Minuten. Je fitter du wirst, desto kürzer gestaltest du diese Pause. Wenn diese kaum noch ins Gewicht fällt, bist du fit für die 20 Kilometer in 5:20 Minuten pro Kilometer. Damit hast du glatte 15 Minuten Reserve auf deine vier Stunden und solltest es schaffen können.
Also dann, viel Spaß beim wohldosierten Tempotraining wünscht Jens Karraß
Hallo Achim Achilles & Team,
in den vergangenen fünf Jahren habe ich als Freizeitläufer viermal erfolgreich den Berlin-Marathon absolviert. Nun ereilte mich vor einigen Wochen im Rahmen einer Krebsvorsorgeuntersuchung die Diagnose Darmkrebs. Ich habe kurzfristig einen Termin zur Operation erhalten und bin seit Ende Mai um 34 Zentimeter Dickdarm ärmer. Die OP wurde laparoskopisch durchgeführt, neben vier kleineren, circa zwei Zentimeter langen Narben habe ich noch eine größere (etwa zwölf Zentimeter).
Da keine weitere Streuung von Metastasen festgestellt wurde, ist keine Chemotherapie notwendig. Laut Mediziner ist das Thema Darmkrebs vorerst gelöst. Jetzt möchte ich (195 Zentimeter, 85 Kilogramm) wieder sportlich aktiv werden und mit einem sinnvollen Lauftraining beginnen. Meinen Start zum Berlin-Marathon 2008 habe ich allerdings gedanklich abgehakt und halte eine Teilnahme in 2009 für realistischer. Seht ihr das auch so? Könnt ihr mir bitte Hinweise für einen guten Trainingsaufbau geben?
Vielen Dank für die Unterstützung, Friedhelm aus Petershagen
Lieber Friedhelm,
in den vergangenen 15 Jahren hat in Bezug auf die Möglichkeiten von Sport bei Tumorpatienten eine gewaltige Umkehr stattgefunden. Früher war körperliche Schonung angesagt, mittlerweile betreue ich zahlreiche Patienten, die sich sogar während einer Chemotherapie regelmäßig körperlich betätigen. Nach Abschluss der Behandlung unterscheiden Sie sich nicht von einem gesunden Menschen, der mit einem Sportprogramm anfängt. Sie haben eine längere Pause hinter sich, so dass der Berlin-Marathon 2008 nicht drin ist. Der Wiedereinstieg muss vorsichtig sein, um Verletzungen zu vermeiden. Aber ansonsten haben Sie von mir grünes Licht.
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. Fernando Dimeo
Lieber Friedhelm,
wenn du dich beim Klemmbrett meldest
(www.jkrunning.de) wird er dir bestimmt ein feines Programm schneidern.
Dir alles Gute und Freude am Laufen, Achim
Denkste, Thomas! Oder: eine Richtigstellung
Hallo Thomas,
entgegen
deinen Vermutungen waren mindestens zwei Achilles-Jünger beim
Rennsteiglauf dabei, einer hat den Marathon genossen, und ich war auf der Luschenstrecke zum Training dabei. Leider musste ich anschließend arbeiten, so dass ich die tolle Atmosphäre im Festzelt nicht genießen konnte. Weiß aber aus guter Quelle, dass Achim dort sehr gut bekannt ist. Freut mich, dass du und deine Freunde den Rennsteiglauf so toll finden, dann also nächstes Jahr auf der längeren Strecke, okay?
Gruß, Uwe
Lieber Thomas, lieber Uwe,
in 2009 sehen wir uns am Rennsteig (wenn nichts dazwischen kommt).
Zu allem entschlossen, Achim