Achilles' Ferse: Prost, Ihr Läufer! - DER SPIEGEL
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Achilles' Ferse Prost, Ihr Läufer!

Darf man oder darf man nicht? Achim Achilles sagt ja und gönnt sich zuweilen ein Bierchen. Aber nur eines, denn mehr wäre kontraproduktiv. Entwarnung gibt es an der Schuhfront: Günstige Modelle können durchaus ihren Zweck erfüllen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hallo Achim,
du wolltest Erfahrungen mit dem Volkslaufschuh von "Bild"-Zeitung und Deichmann hören: Ich bin mit dem Billigtreter jetzt 230 Kilometer unterwegs gewesen und habe den Kauf überhaupt nicht bereut. Ich bin Normalfüßler, relativ leicht und habe einen sehr schmalen Fuß. Der Schuh sitzt absolut angenehm und hat ein sehr dynamisches Laufverhalten. Ich setze ihn bei Einheiten bis circa 20 Kilometer ein. Einmal habe ich ihn auch auf einem der langen, langsameren Läufe ausprobiert. Leider habe ich dabei Probleme im Oberschenkel bekommen - das muss natürlich nicht mit dem Schuh zusammenhängen, aber seitdem lasse ich ihn bei den langen Läufen lieber zu Hause. Aber da ein Läufer ja mindestens drei Paar Schuhe hat, ist das kein Problem.
Viele Grüße, Helmut aus Bremen

Lieber Helmut,
das ist mal eine gute Nachricht. Preisgünstig den Fuhrpark aufmotzen – wer will das nicht.
Besten Dank für den Testbericht, Achim

Hallo Achim,
gibt es eigentlich einen Laufschuhhersteller, der keine Menschen in Billiglohnländern ausbeutet, sondern sozialverträglich produzieren lässt?
Mit schlechtem Gewissen, Bernd

Lieber Bernd,
vielen Dank, eine sehr gute Frage, zumal der normale Laufschuh ja inzwischen so teuer ist, als würde er in der gläsernen Manufaktur in Dresden gefertigt, von den paar deutschen Diplom-Ingenieuren, die es noch gibt. Ich gebe diese Frage einfach mal weiter an die geschätzte Leserschaft, insbesondere an die Fachmagazin-Experten: Weiß jemand etwas über Produktionsbedingungen von Laufschuhen, -hemden und anderem Equipment? Wenn ich nichts von Euch höre, werde ich Greenpeace oder Ökotest oder Renate Künast mal anmorsen. Die hat ja jetzt Zeit.
Grüße, Achim Guevara

Lieber Achim, lieber Dr. Dimeo,
mit 37 Lebensjahren, einem Body-Mass-Index von 24 bei leptomorphem Körperbau (lang und dünn; die Red.) und zwei wöchentlichen Laufstunden liege ich wohl eher am unteren Ende der Skala für sportlich motivierte Läufer. Zur Trainingsmotivation brauche ich meinen jährlichen Wettkampf, etwa Hamburg-Cityman oder Fünf-Seen-Lauf. Ich laufe dabei stets im oberen Bereich meiner Fähigkeiten. So langsam mache ich mir nun Sorgen, dass ich eines Tages auf der Strecke liegen bleibe und wüsste sehr gerne, wie oft man sich einer Sportuntersuchung unterziehen sollte, ob man besser zum Kardiologen oder zum Sportarzt geht, woher ich Adressen bekommen kann und welche Kosten für solche Untersuchungen üblich beziehungsweise angemessen sind.
Beste Grüße an alle Ehrgeizlinge im Forum, Gerd

Lieber Gerd,
die Fachorganisationen empfehlen eine sportmedizinische Untersuchung für sportlich aktive Männer über 45 und Frauen über 50 Jahre. Bei Risikofaktoren für eine kardiale Erkrankung, zum Beispiel Bluthochdruck oder familiäre erbliche Belastung, kann diese Grenze deutlich niedriger liegen. Ein guter Hausarzt, am besten ein Internist, wird sich bei einer Vorsorgeuntersuchung mit Ihnen über Ihre Risikofaktoren unterhalten, sie abhören, Blut abnehmen und ein EKG schreiben. Die Informationen, die er dabei gewinnt, werden ihm helfen zu entscheiden, ob und welche weitere Untersuchungen notwendig sind (etwa Belastungs-EKG oder Herz-Echokardiogramm). Die Kosten für die Untersuchungen sind dementsprechend unterschiedlich, je nach medizinischer Notwendigkeit werden sie von den Krankenkassen übernommen. Die Adresse von Internisten mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin können Sie bei der Ärztekammer im Ihrem Bundesland erfahren. Weitere Informationen finden Sie unter anderem auf der Homepage der Charité. 
Mit besten Grüßen, Ihr Dr. med. Fernando Dimeo

Hallo Achim,
Sie haben die Frage aufgeworfen, ob der Genuss eines kalten Bieres kalorienfrei ist. Es kommt auf den Heizwert des Bieres an. Dazu muss man komplizierte Berechnungen anstellen. Ich kürze das einmal ab: Bei einem Bier mit fünf Prozent Alkohol verbraucht der Körper nur circa ein Achtel der Energie zur Erwärmung, der Rest landet auf den Hüften.
Gruß, Gregor (Dipl-Ing.)

Lieber Gregor,
herzlichen Dank. Die Berechnung ist super. Aber leider ist das Ergebnis doof. Rechne bitte solange, bis Biertrinken kalorien- und damit hüftneutral möglich ist. Und für Wein gleich mit.
Voller Hoffnung, Achim

Hallo Achim,
bei den ganzen Bier-Fragen kommt mir wieder der Rat eines Freundes in den Sinn: "Ein alkoholfreies Bier, gern auch Weizenbier, ist nach dem Sport besser als eine Apfelschorle". Klingt auf den ersten Blick ja recht plausibel: Relativ wenige Kalorien und keine Leberbelastung, dafür Mineralien und sonstiges gesundes Zeug. Ich als preisbewusster, mündiger Hobbysportler ohne Ego-und-Image-Aufpepp-Leistungsdruck lehne die superhippen Isodrinks aus Überzeugung ab. Da stellt ein Bierchen doch eine attraktive, sinnvolle Alternative dar. Oder?
Wohlsein, Thomas aus Schessinghausen

Lieber Thomas,
genau so ist es. Bevor der Doc und Klemmbrett wieder was von Leber-Tran durch Post-Trainingsbier erzählen, schließen wir den Schalter flugs für heute.
Gruß, Achim