Achilles' Ferse Vorsicht vor Vitaminen
Lieber Achim,
kann man sein Arthroseknie mit Training wieder fit bekommen oder ist dann alles zu spät?
Julia
Liebe Julia,
regelmäßiges Training ist in der Tat das A und O in der längerfristigen Behandlung der Arthrose des Knies. Durch gezielte körperliche Aktivität kann man den geschädigten Knorpel zwar nicht wieder aufbauen, jedoch werden durch Training die ganzen Strukturen im und rund ums Knie (Bänder, Sehnen, Muskel und Kapsel) kräftiger und belastbarer. Sie schützen das Knie und führen auf Dauer zu einer Reduktion der Beschwerden. Aber Training bedeutet in diesem Fall nicht unbedingt Laufen, sondern gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur und zur Verbesserung der Dehnbarkeit. Ein Knie mit Arthrose ist nicht unendlich belastbar. Sie werden sicherlich das Laufpensum und die Trainingsintensität anpassen und immer unterhalb der Schmerzgrenze bleiben müssen, um eine weitere Schädigung zu vermeiden.
Mit besten Grüßen,
Ihr Dr. Fernando Dimeo
Guten Tag Herr Achilles,
nein, dies soll keine versteckte Frage nach Doping, also nach etwas klein bisschen Verbotenem sein, sondern schlichtweg: Was von den Dingen namens Magnesium, Kalzium, Vitamin E, L-Carnitin usw. hat Ihrer Erfahrung nach einen (positiven) Effekt? Nehme selbst nur wenig von dem Zeug, höchstens vor einer Rennrad-Trainingswoche in den Bergen, mal ein paar Vitasprint oder sonstiges Zeug, das angeblich eine Düsung verleihen soll.
Beste Grüße,
Harry
(Bei mir hat die Tonne L-Carnitin vom Aldi, oder war's Penny, noch gar nix bewirkt.)
Hallo Harry,
wie immer bei solchen Sachen empfehle ich zuerst eine gesunde Ernährung. Erst wenn die erreicht ist und Sie ein sehr gutes Training über einen langen Zeitraum durchführen konnten, macht es auch Sinn, in teure Dinge wie L-Carnitin zu investieren. Erst dann werden Sie am eigenen Körper Verbesserungen spüren können. Gegen Mineralienzufuhr kann ich nichts haben, dieses unterstütze ich voll.
Mit freundlichen Grüßen, Jens Karraß
Lieber Harry,
Ihre Erfahrung mit Carnitin wundert mich nicht. Sportler, die sich vielseitig und ausreichend ernähren, bekommen aus der Nahrung ausreichende Vitamine, Mineralien und Oligoelemente, um fit und gesund zu bleiben. Jahrelang hat die Schulmedizin geglaubt, dass bei diesen Menschen eine Supplementierung mit Mineralien, Vitaminen und Oligoelementen keine Wirkung hätte. Das Ganze wurde im schlimmsten Fall als Geldverschwendung angesehen, denn alle überflüssigen Substanzen fließen durch die Niere und landen früher oder später im Abwasser. Aber es mehren sich die Hinweise darauf, dass viele Supplemente sogar schaden. Bei neuen Studien resultierte eine erhöhte Einnahme von bestimmten Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien in Form von Supplementen in einem erhöhten Risiko von Tumoren und degenerativen Erkrankungen. Wenn Sie glauben, dass Sie Ihre Leistung durch eine erhöhte Zufuhr von Vitaminen und Mineralien erhöhen können, essen Sie einfach mehr Obst und Gemüse. Dadurch werden Sie den erhöhten Bedarf vollkommen ausgleichen. Eine Supplementierung ist nur erforderlich oder sinnvoll bei Erkrankungen, Mangelerscheinungen oder bei Sport unter extremen klimatischen Bedingungen, um die erhöhten Verluste auszugleichen.
Mit besten Grüßen,
Dr. Fernando Dimeo
Lieber Harry,
ich neige zu Krämpfen und habe die Erfahrung gemacht, dass Magnesium oder Kalzium helfen, beides fast gleich gut. Keine Ahnung warum. Kalium geht auch. Befinde mich gerade in einer Testphase mit diversen Nahrungsergänzungsmitteln. Werde darüber alsbald berichten, falls ich überlebe.
Tapfer,
Nano-Achim
Hallo Achim,
ich laufe 40 Kilometer die Woche, aber mit Formschwankungen von 20 Prozent. Woran liegt's? Wie bekomme ich's hin, auf den Tag genau topfit zu sein?
Joachim
Hallo Joachim,
Deine Frage birgt eine Wahrscheinlichkeit der falschen Antwort von mehr als 20 Prozent. Wie läufst Du? 40 Kilometer an einem Tag, an zweien oder dreien oder sogar an sieben? Eine Formschwankung. Aha. Beim Training, beim 40 Kilometer Wochenpensum? Bei einem Wettkampf? Und was heißt 20 Prozent davon? 20 Prozent weniger gutes Gefühl? Mehr Puls? Weniger Lust? Oder Luft? Topfit wird man, wenn man über einen längeren Zeitraum regelmäßig gutes Training absolviert. Zum Beispiel viermal 10 Kilometer in der Woche. Und dabei die Geschwindigkeiten und Pulswerte variiert. Auf einen Tag topfit zu sein bedarf einer guten Planung durch einen Coach. Einfach mal googeln.
Viele Grüße, 100-Prozent-Karraß
Hi Joachim,
geht mir auch so und zwar oft umgekehrt reziprok zum Empfinden. Fühle ich mich fit, geht gar nichts. Habe ich keine Lust, bin ich Rakete. Ich bilde mir ein, dass es etwas mit Schlaf und Stress zu tun hat. In der Gruppe ist man auch besser. Beobachte Dich, wann es gut läuft. Und mach Tempotraining. Das hilft immer.
Gruß,
Achim