Erste Kämpfe 2026 Saudi-Arabien und Trump-Vertrauter White kündigen Boxliga an
MMA-Mogul Dana White: Bekennender Unterstützer der MAGA-Republikaner und Präsident der Kampfsport-Liga UFC
Foto: Evan Vucci / APDem Boxsport steht eine Revolution ins Haus: Ab 2026 soll eine neue Veranstaltungsreihe in Konkurrenz mit den großen Weltverbänden treten. Darauf verständigten sich die US-amerikanische TKO Group, zu der auch Wrestling-Veranstalter WWE und die Mixed-Martial-Arts-Liga UFC gehören, und die General Entertainment Authority (GEA) des Staates Saudi-Arabien, die das Projekt als Geldgeber unterstützt.
Das Tagesgeschäft der neuen Box-Liga sollen UFC-Präsident Dana White und WWE-Boss Nick Khan führen. Die genauen Details der Reihe sind noch offen. So steht etwa noch kein Name für das Format fest. Auch die Frage, welche prominenten Kämpfer im Rahmen der neuen Liga antreten würden, ist noch offen.
Der GEA-Vorsitzende Turki Al-Sheikh kündigte eine »mehrjährige Partnerschaft« zwischen dem Unternehmen und dem saudi-arabischen Geldgeber an.
»Ein kaputtes Geschäft«
White macht damit sein lange gehegtes Vorhaben wahr, in den Boxsport einzusteigen – und will die Kämpfe so spektakulär aufziehen, wie es bereits in der UFC praktiziert wird: »Das Modell hat bewiesen, die Kämpfe zu liefern, die die Fans sehen wollen. Die Besten werden gegen die Besten kämpfen«, sagte White.
Der Geschäftsmann, der als Vertrauter von US-Präsident Donald Trump gilt und diesen auch im Wahlkampf unterstützte, hatte immer wieder Interesse daran bekundet, den Sport zu vermarkten. Die klassische Box-Promotion nannte White allerdings noch im Jahr 2022 »ein kaputtes Geschäft«, das zu reparieren »ein absoluter Albtraum« wäre.
Nun schaffen die Investitionen aus Saudi-Arabien neue Möglichkeiten. Das Land investiert unter der Führung von Kronprinz Mohammed bin Salman seit Jahren im großen Stil in Sportevents. 2024 richtete Saudi-Arabien etwa die Schwergewichts-Titelkämpfe zwischen Tyson Fury und Oleksandr Usyk in Riad aus. Dazu kommen unter anderem ein Zehnjahresvertrag mit der WWE, ein Formel-1-Rennen, die LIV-Golf-Serie, die WTA Finals im Tennis sowie die Fußball-Weltmeisterschaft 2034.
Die Milliardeninvestitionen des saudi-arabischen Staatsfonds in den Weltsport werden international kritisch gesehen. Dem Regime bin Salmans wird vorgeworfen, mit der durch die zahlreichen Unterhaltungsevents erzeugten Aufmerksamkeit von der schlechten Menschenrechtslage im Land ablenken zu wollen.