Coronavirus: Fußball-Bundesliga - Markus Söder hält Geisterspiele für denkbar - DER SPIEGEL
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+++ News-Update im Sport +++ Söder hält Fußball-Bundesligaspiele ohne Zuschauer für denkbar

Bayerns Ministerpräsident macht der Bundesliga Hoffnung: Markus Söder stellt eine Fortführung der Saison in Aussicht. Das IOC sichert Verbänden nach der Olympia-Verschiebung Hilfe zu. Die Corona-News im Sport.
Mönchengladbach-Profi Patrick Herrmann im Spiel gegen Köln am 11. März
Mönchengladbach-Profi Patrick Herrmann im Spiel gegen Köln am 11. März

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Foto: Fabian Strauch/ dpa
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Söder macht der Bundesliga Hoffnung

15:30 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die Durchführung von Spielen in der Fußball-Bundesliga nicht für ausgeschlossen. Man werde die Möglichkeit von Partien ohne Zuschauer in den nächsten Wochen diskutieren, sagte Söder nach einer Kabinettssitzung in München: "Ich halte es für denkbar."

Die Bundesliga pausiert wegen der Coronakrise noch mindestens bis Ende April. Die für diesen Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga zu weiteren Maßnahmen wurde auf den 23. April verlegt, dann wollen die Vereine das weitere Vorgehen festlegen. Ob die Profiklubs den Spielbetrieb aufnehmen und so an für sie entscheidende Einnahmen aus TV-Geldern und Spieltags- oder Sponsorenerlösen kommen, entscheidet die Politik.

Söder sagte, dass das Thema Profifußball in den kommenden Wochen weiter diskutiert werde. "Die Liga selber erstellt ein intensives, und wie ich auf den ersten Blick sehe und höre, sehr gutes" Hygienekonzept. "Wir werden es jetzt nochmal genau bewerten und dann muss man sehen, ob man Geisterspiele erlaubt. Also Spiele mit Zuschauern sicher nicht, aber das andere muss man bewerten."

Söder verwies darauf, dass die "Relevanz von Fußball möglicherweise nicht allein in der finanziellen Wirkung liegt, sondern auch in der psychologischen Wirkung". Der Fußball sei für "sehr viele Menschen" ein "Teil von Freude".

Allerdings dürften bei der Durchführung einer Bundesliga-Partie noch immer bis zu 300 Menschen im Stadion im Einsatz sein. Zudem müssten die Beteiligten ständig auf das Virus getestet werden. Für die Beendigung der ersten und zweiten Liga wären laut einer Hochrechnung des Virologen Alexander Kekulé mehr als 20.000 Schnelltests nötig.

Olympia soll 2021 dem Zeitplan der verlegten Spiele folgen

12.05 Uhr: Olympia 2021 in Tokio soll dem gleichen Zeitplan folgen wie die eigentlich für dieses Jahr geplanten Spiele. Diesen Beschluss fassten die Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees und die Organisatoren in einer Sitzung. Auf dieser Basis sollen auch die Wettkampfstätten wie ursprünglich geplant zur Verfügung stehen, hieß es in einer Mitteilung. Die Tokio-Organisatoren sollen nun mit den Inhabern der Arenen entsprechende Verhandlungen aufnehmen.

Die Sommerspiele in Tokio sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August ausgetragen werden, waren wegen der Coronavirus-Pandemie aber auf das nächste Jahr verschoben worden. Neuer Eröffnungstermin ist der 23. Juli 2021. Einen genauen Zeitplan für die Organisation und Austragung der Spiele wollen die Olympia-Macher bis Mai vorlegen.

Dabei werde der Fokus auch auf die Reduzierung von Kosten gelegt, die durch die Verschiebung entstehen, sagte der Präsident der IOC-Koordinierungskommission, John Coates. "Wir werden nicht abwarten und zusehen, wie die internationalen Verbände kollabieren. Wir werden ihnen helfen", so Coates. Durch die Verlegung der Spiele und die weiteren Folgen der Corona-Pandemie würden der olympischen Bewegung, den Weltverbänden und den Nationalen Olympischen Komitees "erhebliche Kosten" entstehen.

Derzeit prüfe das IOC den Umfang dieser finanziellen Folgen. "Wir werden die Kosten für die olympische Bewegung tragen", sagte Coates. IOC-Präsident Thomas Bach hatte jüngst in einem Interview der "Welt am Sonntag" gesagt: "Für uns, das IOC, werden sich Zusatzkosten von mehreren Hundert Millionen Dollar ergeben, das lässt sich jetzt schon sagen."

Bundesligaklubs warten auf Fernsehgelder

10.45 Uhr: Die deutschen Fußballvereine warten weiter auf die vierte und letzte Rate der Fernsehgelder für die aktuelle Saison. Diese hätte eigentlich schon am 10. April bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingehen sollen. Aber nach einem Bericht des "Kicker"  hätten die Rechteinhaber die insgesamt 304 Millionen Euro bisher noch nicht überwiesen. Als neuer Zahltag für die 36 Vereine sei nun der 2. Mai vereinbart worden.

"Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL, insbesondere angesichts der aktuellen Situation der Bundesliga und 2. Bundesliga. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden", sagte ein Sprecher des Pay-TV-Senders Sky der Deutschen Presse-Agentur.

Ohne die Zahlung an die DFL drohe nach "Kicker"-Informationen innerhalb der nächsten zwei Wochen 13 Vereinen, darunter vier Bundesligisten, im Mai und Juni die Insolvenz. Aber die Chancen auf eine zeitnahe Regelung mit den Medienpartnern und eine Zahlung in den kommenden Tagen seien gut.

Der Spielbetrieb ist aktuell bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. In der kommenden Woche, am 23. April, wollen die Vereine das weitere Vorgehen festlegen. Bisher sind Partien ohne Zuschauer nicht sicher, da Bund und Länder sich auf die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August einigten. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Großveranstaltungen, sollen von den Länder getroffen werden.

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Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Großer Preis von Belgien ohne Zuschauer?

10.30 Uhr: Auch der Große Preis von Belgien wird in der Formel-1-Saison 2020 nicht wie geplant stattfinden können. In Belgien wurden Großveranstaltungen wegen des Coronavirus bis zum 31. August untersagt - das Rennen auf dem Ardennen-Kurs ist eigentlich für den 30. August geplant. Ob ein Grand Prix ohne Zuschauer eine Möglichkeit wäre, blieb zunächst offen.

"In den nächsten Tagen werden wir viele Fragen stellen und unsere Optionen prüfen", sagte Verkaufsdirektor Stijn de Boever Motorsport.com. Ein anderes Datum, ein Rennen hinter verschlossenen Türen? "Selbst ohne Zuschauer wären viele Menschen an der Strecke. Was bedeutet Massenveranstaltung? Sind es 500, 3000 oder 5000 Menschen?", fragte er. Klar sei nun lediglich, dass das Rennen mit einer großen Zahl von Menschen am geplanten Datum nicht stattfinden werde. Die Veranstalter haben den Kartenverkauf mittlerweile ausgesetzt.

Wegen der Pandemie mussten bereits die ersten neun Saisonrennen der Motorsport-Königsklasse abgesagt oder verschoben werden. Der Wunsch der Organisatoren wäre ein Saisonbeginn im Juli mit bis zu 18 oder 19 Rennen.

ptz/mon/dpa

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