6. Etappe: Kleinschmidt festigt Rang sieben - DER SPIEGEL
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6. Etappe Kleinschmidt festigt Rang sieben

Bei den ersten Wüstenetappen wurde mächtig aufs Gas gedrückt. Die Deutsche im Fahrerfeld, Jutta Kleinschmidt, zog es jedoch vor, die größten Risiken zu vermeiden.
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Goulimine/Marokko - Auf der sechsten von 20 Etappen der 23. Rallye Paris - Dakar hat das deutsche Mitsubishi-Team Jutta Kleinschmidt/Andreas Schulz (Monaco/München) seinen siebten Rang gefestigt. Als Siebte kam die 38 Jahre alte Vizeweltmeisterin der Marathon-Weltmeisterschaft am Samstag auch ins Ziel der sechsten 305 Kilometer langen Prüfung in der marokkanischen Wüste.

"Die haben heute vorne an der Spitze ein höllisches Tempo vorgelegt, dem ich nicht so folgen konnte. Die Gefahr eines Abflugs auf der steinigen Piste war einfach zu groß. Wir wollen jedes unnötige Risiko vermeiden", erklärte die Wahl-Monegassin und letztjährige Dakar-Dritte, als sie das Biwak im marokkanischen Goulimine erreichte. "Wir bauen auf Zuverlässigkeit und eine vertretbare Geschwindigkeit. Es kann sein, dass dann unsere Rechnung aufgeht und wir so auch etwas nach vorne kommen."

An der Spitze der Automobil-Wertung konnten die französischen Vorjahressieger Jean-Louis Schlesser/Henri Magné in ihrem Spezial- Buggy die Führung leicht ausbauen. Nach der sechsten Prüfung hatte der WM-Titelverteidiger Schlesser einen Vorsprung von 5:57 Minuten zu seinen inzwischen auf Rang zwei liegenden Teamkollegen Jose Maria Servia/Jean-Marie Lurquin (Spanien/Frankreich). Damit sind beide Schlesser-Fahrzeuge vorne. Auf Rang drei fielen mit einem Rückstand von 12:39 Minuten die französischen Mitsubishi-Piloten Jean-Pierre Fontenay/Gilles Picard, die Dakar-Gewinner von 1998, zurück.

Während die Spitzenteams bisher ohne größere Probleme über Dünen, durch Wadis und über Geröllpisten kommen, wurde der französische Ski-Weltmeister von 1997, Luc Alphand, gebremst. Alphand meldete schon kurz nach dem Start zur sechsten Prüfung Getriebeprobleme an seinem vom Spitzenreiter Schlesser eingesetzten Renault Kangoo und fiel vom zehnten Platz weit zurück.

Auch in der Motorrad-Disziplin baute der letztjährige Gewinner Richard Sainct (Frankreich) auf seiner KTM seine Führung zu dem neuen Zweiten, seinem finnischen Teamgefährten Kari Tiannen um 5:26 Minuten leicht aus. Bester des im letzten Jahr siegreichen BMW-Teams ist der Spanier Nani Roma, der sich mit einem Rückstand von 5:37 Minuten und damit nur elf Sekunden hinter dem Zweiten Tiannen um einen Platz auf Rang vier verbessert hat. Nach ihrem Motorschaden an der BMW, der sie am Vortag mehr als drei Stunden gekostet hatte, hat Andrea Mayer (Kaufbeuren) wieder das Wüstenrennen aufgenommen und rangiert derzeit in der Motorradwertung auf dem 100. Platz.

Von Manfred Schmidt, dpa