Jules Bianchi: Verunglückter Formel-1-Fahrer ist tot - DER SPIEGEL
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Verunglückter Formel-1-Fahrer Jules Bianchi ist tot

Die Verletzungen waren zu schwer: Der Formel-1-Fahrer Jules Bianchi ist neun Monate nach seinem schweren Unfall gestorben. "Jules hat bis zum Ende gekämpft", erklärten seine Eltern auf Facebook.
Jules Bianchi im März 2013: An den Folgen seiner Hirnverletzungen gestorben
Jules Bianchi im März 2013: An den Folgen seiner Hirnverletzungen gestorben

Jules Bianchi im März 2013: An den Folgen seiner Hirnverletzungen gestorben

Foto: Mark Thompson / Getty Images
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Der vor rund neun Monaten schwer verunglückte Formel-1-Fahrer Jules Bianchi ist in der Nacht zum Freitag gestorben. Wie seine Eltern auf Facebook mitteilten, erlag der 25-Jährige im Krankenhaus im südfranzösischen Nizza den Folgen seiner Verletzungen.

Bianchi war am 5. Oktober 2014 im japanischen Suzuka auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Boliden unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Dabei hatte sich der Franzose schwere Verletzungen im Gehirn zugezogen. Es ist der erste Todesfall in der Formel 1 nach mehr als 20 Jahren. Als letzter war Ayrton Senna 1994 tödlich verunglückt.

"Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen", schrieb die Familie in der am frühen Samstagmorgen verbreiteten Erklärung . Sie dankte dem medizinischen Personal des Krankenhauses, das den im Koma liegenden Rennfahrer "mit Liebe und Hingabe" gepflegt habe. Sein Rennstall Manor bestätigte den Tod.

Nachwuchsfahrer mit 34 Rennen

Bereits Anfang der Woche hatte Bianchis Vater erklärt, dass der Zustand seines Sohnes der Familie nur noch wenig Anlass zur Hoffnung gebe. "Eigentlich muss ein Fortschritt in den ersten sechs Monaten zu verzeichnen sein. Jetzt sind es neun Monate, und Jules ist nicht aufgewacht und macht keine signifikanten Fortschritte", sagte er in einem Interview mit dem Nachrichtensender France Info.

"Mittlerweile bin ich weniger optimistisch, als ich es zwei oder drei Monate nach dem Unfall sein durfte. Damals konnte man auf ein besseres Ergebnis hoffen." Man müsse an einem gewissen Punkt den Ernst der Lage anerkennen, so Philippe Bianchi weiter.

Als Nachwuchsfahrer hatte Bianchi 2013 und 2014 an insgesamt 34 Rennen teilgenommen. Im vergangenen Jahr gewann er beim Grand Prix in Monaco die ersten Punkte für sein Team Manor, heute Manor-Marussia, als er als Neunter über die Ziellinie fuhr.

"Wir sind am Boden zerstört, Jules nach seinem so harten Kampf zu verlieren", twitterte das Manor-Team. "Es war ein Privileg, ihn als Fahrer in unserem Team zu haben."

Hintergründe zum Unfall
3 Min
irb/AP/dpa