Ambitionen: Steigt Audi in die Formel 1 ein? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ambitionen Steigt Audi in die Formel 1 ein?

Nach dem Dreifachsieg der Audi-Tourenwagen in Le Mans scheint man in Ingolstadt über einen Einstieg in die Königsklasse des Rennsports nachzudenken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Neuss - Am Anfang könnte das Engagement als Motorenlieferant stehen: Laut "Motorsport aktuell" ist das englische Jordan-Team an Audi-Motoren interessiert. Für Audi wäre das eine ideale Lösung, denn Jordan hat in dem Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen einen deutschen Fahrer und in der Post AG einen deutschen Sponsor. Aber möglicherweise, so spekuliert die Zeitung, bringe Teamchef Eddie Jordan Audi nur ins Spiel, um 2001 die gleichen Honda-Motoren zu erhalten wie die Konkurrenz vom BAR-Rennstall (Top-Pilot Jacques Villeneuve).

Die Audi-Chefetage hält sich zu den Formel-1-Plänen weiterhin bedeckt, ein entschiedenes Dementi gibt es jedoch nicht. "Die Formel 1 ist derzeit für uns kein Thema, wir verhandeln auch mit keinem Formel-1-Team", sagt Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich. Eine endgültige Entscheidung über die sportliche Zukunft der Ingolstädter falle aber erst im September oder Oktober dieses Jahres.

Sollte Audi den Sprung in die Formel-1-WM tatsächlich wagen, würde es zum Dreikampf der deutschen Automobilhersteller kommen. Mercedes-Benz ist seit 1994 in der "Königsklasse" vertreten. Im ersten Jahr nach der Rückkehr belieferten die Stuttgarter das Schweizer Sauber-Team, seit 1995 arbeitet Mercedes mit McLaren zusammen und ließ den Mythos der "Silberpfeile" mit dem Gewinn zweier WM-Titel durch den Finnen Mika Häkkinen (1998 und 1999) wieder aufleben. In dieser Saison startete BMW ein Comeback als Motorenlieferant des Williams-Teams (Top-Pilot Ralf Schumacher).

Mehr lesen über