Anklage: Muss Schumacher-Manager vor Gericht? - DER SPIEGEL
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Anklage Muss Schumacher-Manager vor Gericht?

Wegen des Verdachts der Anstiftung zur Falschaussage hat die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen Michael und Ralf Schumachers Manager Willi Weber Anklage erhoben. Hintergrund ist ein Streit um Provisionen in Millionenhöhe.
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Stuttgart - Staatsanwältin Tomke Beddies teilte nach AP-Informationen heute mit, dass in dem seit Jahren andauernden Rechtsstreit zwischen dem Sportjournalisten Burkhard Nuppeney und Weber Anklage gegen den Manager der Formel-1-Stars Anklage erhoben worden sei. Ob das Amtsgericht diese zulässt und ein Hauptverfahren eröffnet, bleibt abzuwarten.

Nuppeney, Mitentdecker von Michael Schumacher, hatte 1988 mit Weber einen Vertrag geschlossen, der ihm früheren Angaben zufolge die Hälfte von Webers 20-Prozent-Provision aus Einkünften von Schumacher sicherte. Der Schumacher-Manager erklärte, nach einem Streit sei die Geschäftsbeziehung im Oktober 1990 beendet worden. Bestätigt wurde der Manager in dem darauf folgenden Gerichtsverfahren von dem Ex-Rennmanager Udo Wagenhäuser.

Wagenhäuser hatte - laut früheren Angaben im Magazin "Stern" - 1999 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart ausgesagt, Nuppeney habe ihm im Oktober 1990 im Beisein des Rennfahrers Frank Schmickler in Hockenheim erklärt, dass er mit Weber "fertig" sei. Laut Nuppeney hat es dieses Gespräch aber nie gegeben. Schmickler bestätigte das. Der Rechtsstreit war im November 1999 vom Stuttgarter Oberlandesgericht gleichwohl zu Gunsten des Schumacher-Managers Weber entschieden worden. Wagenhäuser wurde aber inzwischen vom Amtsgerichts Stuttgart wegen Falschaussage zu einen Jahr auf Bewährung und 10.000 Euro Geldbuße verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Weber soll laut Anklage Wagenhäuser vor dem OLG zu einer falschen Aussage angestiftet haben. Die Staatsanwaltschaft geht in diesem Zusammenhang von "irgendeiner Form von Gegenleistung" Webers für Wagenhäuser aus. Weber hat die Anschuldigungen immer bestritten.

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