BMW-Präsentation Models und Motoren
Valencia - "Das ist für mich ein ganz besonderer Tag", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen bei der Präsentation des F1.06, "aber weniger die Präsentation, als vielmehr das erste Brüllen auf der Rennstrecke." Es ist das erste eigene Formel-1-Auto des Münchner Konzerns, der bis zum Ende der vergangenen Saison lediglich der Motorenpartner des Williams-Teams war. "Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich nach oben zu kommen", so Theissen, "es ist aber eine große Herausforderung."
BMW-Präsentation: Models und Motoren
Gemeinsam mit den Fahrern Nick Heidfeld und dem ehemaligen Weltmeister Jacques Villeneuve zeigte Theissen um kurz nach 9 Uhr den rund 600 Gästen den F1.06, mit dem das neue BMW-Sauber-Team am 12. März in Bahrain in die Formel-1-Saison 2006 starten wird. Die Münchner hatten im vorigen Jahr die Mehrheit am Schweizer Rennstall Sauber übernommen. "Mein Name steht noch da, aber ich muss nichts mehr dafür tun", scherzte Teamgründer Peter Sauber.
Der BMW-Bolide, dessen Frontpartie auffallend flach ist, hat dem neuen Reglement entsprechend einen Achtzylinder-Motor im Heck, der rund 730 PS leistet. Das Fahrzeug ist überwiegend in weiß-blau mit einigen roten Streifen gehalten - den traditionellen Farben der BMW-Motorsportabteilung.
Heidfeld hatte dann die Ehre, am Nachmittag die Jungfernfahrt auf der Rennstrecke in Valencia zu absolvieren. Um 13.20 rollte er erstmals mit dem F1.06 des neuen BMW-Sauber-Teams aus der Box. "Ich war nervöser als vor allen anderen Roll-outs, die ich mitgemacht habe, denn dieses ist für mich ein größeres und langfristigeres Projekt. Von daher bin ich mit mehr Herzblut dabei. Die ersten Runden liefen völlig problemlos", sagte Heidfeld, dessen Geschwindigkeit sich schon bei der ersten Ausfahrt sehen lassen konnte.
Nicht ganz so reibungslos lief der Tag für seinen Teamkollegen Villeneuve. Das Auto des Kanadiers blieb nach einer Runde in der Box liegen. Der Grund dafür war ein Getriebeproblem. Villeneuve konnte nur im ersten Gang fahren, dadurch hatten Karosserieteile überhitzt. Villeneuve war zwar nicht mit dem neuen Modell unterwegs, dafür wurde sein Testfahrzeug allerdings auch vom neuen V8-Motor angetrieben. Nach einer kurzen Pause nahm aber auch er das Testprogramm wieder auf.