BMW-Williams Rüffel für Ralle
London - Vor dem Großen Preis von Kanada hat der Technische Direktor von BMW-Williams, Patrick Head, Kritik an seinen Fahrern geäußert. In einem Interview mit der englischsprachigen Zeitschrift "Motorsport News" sagte Head, wenn Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya wirklich große Fahrer in der Formel 1 sein und als WM-Kandidaten gehandelt werden wollten, müssten sie endlich erwachsen werden.
Zu hohe Ausfallquote
Grund der Kritik ist die hohe Ausfallquote der BMW-Williams-Boliden bei den diesjährigen Rennen. Laut Head liegt dies nicht nur an technischen Mängeln der Fahrzeuge. "Wenn es um Geschwindigkeit geht, können die beiden locker mit den früheren Williams-Fahrern mithalten", so Head. "Aber in Sachen Weisheit und Fahrintelligenz stehen sie nicht auf einer Stufe mit Größen wie Nelson Piquet, Nigel Mansell, Allan Jones oder Carlos Reutemann." 14 BMW-Williams-Autos gingen in dieser Saison an den Start, nur drei kamen ins Ziel.
"Zu sehr abgeschirmt"
Für Head ist einer der Gründe für die hohe Ausfallquote das junge Alter seiner Fahrer. Ralf Schumacher und Montoya sind beide Jahrgang 1975. "Ich denke vor zehn oder 20 Jahren waren die Fahrer in den Dreißigern und hatten einiges von der Welt gesehen", liefert Head einen möglichen Grund. "Vielleicht sind die Fahrer heute zu sehr von der Außenwelt abgeschirmt, so dass sie sich nicht entsprechend weiterentwickeln können."
BMW-Williams liegt derzeit hinter Ferrari und McLaren-Mercedes an dritter Stelle der Teamwertung, während Ralf Schumacher an vierter Position der Fahrerwertung rangiert.