Bruderkampf: Ralf heizt Michael Schumacher ein - DER SPIEGEL
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Bruderkampf Ralf heizt Michael Schumacher ein

Zwei Monate vor dem Start der Formel-1-Saison ist Ralf Schumacher angriffslustig wie schon lange nicht mehr. Den neuen BMW-Williams-Boliden, der am Montag präsentiert wird, preist er als "absolute Revolution" an. Auf das Ferrari-Team seines Bruders Michael sieht der 28-Jährige Probleme zukommen.
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München - "Wenn sie den Wagen erst Ende Januar vorstellen wollen, dann wird es schon verdammt eng. Schließlich will Ferrari diesmal ja schon in Melbourne mit dem neuen Auto antreten", sagte Ralf Schumacher in der "Bild am Sonntag". Er selbst sei im Moment "so heiß wie noch nie". Am liebsten wäre es ihm, "wenn die Saison schon morgen beginnt. Gegenüber Ferrari und McLaren liegen wir momentan einfach sehr gut im Rennen".

Unmittelbar vor der Präsentation des neuen Autos am Montag im spanischen Valencia, wo BMW-Williams als erstes Team mit dem neuen Wagen in die Vorbereitung startet, versprüht der 28-Jährige großen Optimismus. "Der FW26 wird eine absolute Revolution", sagte er über sein künftiges Dienstfahrzeug. Angeblich sieht die Frontpartie völlig anders aus als bisher in der Formel 1 üblich. "Schon rein optisch wird der Wagen verblüffen", so Schumacher. Man sei aerodynamisch zum Teil komplett neue Wege gegangen. "Und im Gegensatz zum letztjährigen Auto wissen wir jetzt auch, dass es funktionieren wird." Im Vorjahr hatte das Team mit großen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen gehabt.

Vertragsverhandlungen aufgeschoben


Ein Titelgewinn in dieser Saison hat für Schumacher Vorrang vor den Vertragsverhandlungen mit seinem Team. Die nächste Runde bei den langwierigen Gesprächen über eine Verlängerung des bis Jahresende laufenden Kontrakts soll erst nach Saisonbeginn im Frühjahr stattfinden. "Dass erst im April wieder mit BMW-Williams verhandelt wird, war ganz allein meine Entscheidung. Ich will bis dahin den Kopf für Siege frei haben", erklärte er.

Schumacher setzt sich vor der am 7. März in Australien beginnenden Weltmeisterschaft selbst unter Druck. "Ja, sicher müssen wir dieses Jahr den Titel holen. Das muss einfach unser, das muss auch mein eigener Anspruch sein. Sonst haben wir hier irgendwann alle ein großes Problem. Wir wollen den Titel jetzt unbedingt."

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