Bruderzwist "Völliger Unsinn"
Magny-Cours - Michael und Ralf Schumacher haben ihren vermeintlichen Streit als Erfindung der Medien bezeichnet. Die beiden Brüder fühlen sich als Opfer einer Hetzkampagne. Alles sei nur ein Missverständnis gewesen, hieß es nach einem "Friedensgipfel" im Ferrari-Motorhome vor dem Großen Preis von Frankreich am Sonntag (14.00 Uhr).
Niemals Bruderkrieg
"Es gibt gar keinen Grund, dass wir uns in die Haare geraten, wie das viele glauben oder gerne sehen möchten. Zwischen Ralf und mir hat sich seit dem Nürburgring nichts verändert", sagte Michael Schumacher, der seinen Bruder mit einem harten Startmanöver in der Eifel fast in die Betonmauer gedrängt hätte. Es werde niemals zum Bruderkrieg kommen, versicherte der dreimalige Weltmeister: "Den gibt es nicht durch Rennsituationen und schon gar nicht durch die Medien."
"Extrem auf die Nerven"
Auch Ralf Schumacher schlug in diese Kerbe: "Ich war zu keinem Zeitpunkt sauer auf Michael. Mich hat nur die Zeitstrafe aufgeregt. Das hat einen sicheren zweiten Platz, wenn nicht sogar den Sieg gekostet." Demzufolge wird es auch nicht die bereits mehrfach zitierte "Rache des Bruders" geben. "Das ist doch völliger Unsinn. Es wäre schade, wenn es so wäre", meinte Ralf Schumacher, der am Samstag seinen 26. Geburtstag feiert. Im Gegensatz zu Michael Schumacher, dem die Berichterstattung mitunter "extrem auf die Nerven geht", gibt sich der BMW-Williams-Pilot eher unaufgeregt: "Was da so alles geschrieben wurde, lässt mich kalt."