Ecclestone-Kritik: "Schumacher ist ein Missetäter" - DER SPIEGEL
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Ecclestone-Kritik "Schumacher ist ein Missetäter"

Michael Schumacher wurde einen Tag nach seiner sensationellen Aufholjagd beim Großen Preis von San Marino gleich von zwei Seiten scharf kritisiert. Erst monierte Bruder Ralf die Testpraxis von Ferrari, dann legte Formel-1-Präsident Bernie Ecclestone nach. Schumacher sei im Umgang mit den Medien zu kühl.
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London - Ecclestone warf den Fahrern und speziell dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher vor, zu wenig zur Vermarktung der Sportart beizutragen: "Schumacher ist einer der Missetäter. Ich denke immer, er macht ein Interview mit sich selbst, nimmt es auf und wenn dann jemand kommt, der ein Interview von ihm will, spielt er die Kassette vor."

Der Ferrari-Pilot sei ein netter Mensch, andere verstünden ihn aber nicht, weil er sie nicht nah genug an sich heranlasse, meinte der 74-Jährige. Fahrer wie Eddie Irvine und Jacques Villeneuve, die mehr aus sich heraus gingen, seien dagegen gut für die Medien und "gut für uns", befand der Engländer.

Wenige Stunden zuvor hatte Michaels Bruder Ralf seinem Unmut über die Trainingspraxis der Ferraristi Luft gemacht. Das italienische Team, das sich nicht an die Absprache hält, lediglich an 30 Tagen im Jahr zu trainieren, bezeichnete der Toyota-Pilot als "unfair". Zudem sei Ferrari nicht am Fortbestehen der Formel 1 interessiert, so Schumacher.

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