F1-Training: Barrichello im Wüstenfieber - DER SPIEGEL
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F1-Training Barrichello im Wüstenfieber

Michael Schumacher musste sich am ersten Trainingstag zum Großen Preis von Bahrein seinem Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello geschlagen geben. Auch Montoya überzeugte auf der neuen Strecke. Ein Debakel in der Wüste erlebte dagegen Kimi Räikkönen, dessen Silberpfeil nach wenigen Runden Feuer spuckte.
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Manama - Michael Schumacher begnügte sich im freien Training in 1:31,488 Minuten mit dem vierten Rang und ließ seinem Teamkollegen Rubens Barrichello den Vortritt. Der Brasilianer war bei seiner Tagesbestzeit (1:31,450) gerade mal eine Tausendstelsekunde schneller als der Kolumbianer Montoya im BMW-Williams.

"Ich habe das Fahren hier sehr genossen und muss sagen, dass die Streckenführung sehr anspruchsvoll ist. Wenn man die Ideallinie ein bisschen verpasst, wird es rutschig", berichtete Michael Schumacher, "das Wochenende wird bestimmt eine große Herausforderung. Alles liegt eng zusammen."

Starker Auftritt von BMW-Williams

Neben den vor ihm liegenden Barrichello und Montoya hat der Weltmeister vor allem Bruder Ralf auf der Rechnung, der im zweiten BMW-Williams auf dem sechsten Platz (1:31,842) knapp hinter dem überraschend starken Neuling Christian Klien aus Österreich im Jaguar (1:31,782) lag. "Ralf ist die konstantesten Zeiten gefahren, das noch mit alten Reifen. Da müssen wir uns warm anziehen", prophezeite der sechsfache Weltmeister.

Dagegen Nick Heidfeld erlebte am Nachmittag erneut ein enttäuschendes Resultat. Dem Motor seines Jordan ging auf dem Wüstenkurs regelrecht die Luft aus. Heidfeld belegte Rang 24 (1:34,872). Sein Teamkollege Timo Glock (Unterflockenbach) musste tief in die Tasche greifen und 625 Euro für eine Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse bezahlen.

Katzenjammer auch im Lager von McLaren-Mercedes. Anstatt der angestrebten Aufholjagd gab es einen weiteren Rückschlag, nachdem Kimi Räikkönens Bolide Feuer gefangen hatte. "Wir haben einen kapitalen Motorschaden", stellte Sportdirektor Norbert Haug nach dem Training zerknirscht fest. Später erklärte er, dass durch ein Benzinleck ein Feuer entstanden ist: "Der Schaden am Motor war so schwer, dass wir ihn tauschen müssen." Immerhin nahm Räikkönen den Defekt äußerlich gelassen: "Natürlich ist das nicht schön für mich oder das Team. Aber so ist nun mal der Rennsport."

Reifenprobleme bei Renault und McLaren-Mercedes

Deutlich zufriedener war man dagegen beim Rivalen BMW. "Bei uns hat alles perfekt geklappt, was wir uns vorgenommen hatten", so BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, "ich sehe nur ein Problem mit den Reifen. Es gab doch ungewöhnlich viele Reifenschäden." Dabei spielte er auf Probleme der ebenfalls Michelin-bereiften Fernando Alsonso (Spanien/Renault), David Coulthard (Schottland/McLaren-Mercedes) und Davidson an.

"Mir gefällt der Kurs ausgesprochen gut, auch wenn er im Moment noch sehr schmutzig ist. Die Strecke wird immer schneller, deswegen weiß man nicht, ob die Verbesserungen am Grip-Niveau oder an den Setup-Änderungen liegen", erklärte "Little Schu".

Montoya, der vor dem dritten von 18 WM-Läufen mit 12 Punkten hinter Michael Schumacher (20) und Barrichello (13) Dritter der WM-Wertung ist, blickt angesichts des winzigen Rückstandes auf Barrichello dem Grand Prix von Bahrein am Sonntag (Start 13.30 Uhr/live im SPIEGEL-ONLINE-Ticker) optimistisch entgegen: "Wir sind voll wettbewerbsfähig. Es sollte ein gutes Wochenende für uns werden."

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