Ferrari: Barrichello wagt den Aufstand - DER SPIEGEL
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Ferrari Barrichello wagt den Aufstand

In der vergangenen Formel-1-Saison stand der Brasilianer Rubens Barrichello bei Ferrari kurz vor dem Rauswurf. Im neuen Jahr will sich der Teamkollege von Michael Schumacher sogar in den Titelkampf einmischen.
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Madonna di Campiglio - Obwohl Michael Schumacher auch in der neuen Saison die unbestrittene Nummer eins der "Scuderia" sein wird, will sich Teamkollege Rubens Barrichello nicht ohne Gegenwehr ins zweite Glied degradieren lassen. "Ich glaube an meine Titelchance, obwohl Michael mein Teamkollege ist", sagte der brasilianische Formel-1-Pilot am Mittwoch im italienischen Madonna di Campiglio. "Wenn ich erstmals aufwache und denke, ich kann nicht mehr gewinnen, dann höre ich auf."

Keine Angst vor Montoya


Auf die jüngsten Gerüchte, dass Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo den Kolumbianer Juan Montoya (BMW-Williams) als Nachfolger von Barrichello verpflichten wolle, reagierte der Brasilianer gelassen: "Darüber mache ich mir keine Sorgen. Ich werde in der Gegenwart zeigen, dass ich auch für die Zukunft von Ferrari wichtig sein kann." Barrichellos Vertrag mit Ferrari läuft gegen Ende der Saison aus.

Während sich Barrichello bei der traditionellen Ferrari-Skiwoche den etwa hundert Medienvertretern stellte, wedelte Michael Schumacher schwungvoll die Kunstschneepisten in dem dieses Jahr weitgehend grün-braunen Skiparadies in den Dolomiten hinunter. Der Weltmeister genoss mit seiner Frau Corinna und einigen Freunden entspannt den Sonnenschein und die malerische Bergwelt. Sein erster großer öffentlicher Presseauftritt drei Monate nach dem Saisonende steigt am Donnerstag.

"Nur 35 Prozent der Aufmerksamkeit"


Obwohl sich der Brasilianer beim alljährlichen Ferrari-Treffen im italienischen Nobelskiort in bester Laune zu geben versuchte, klang bei kritischen Fragen immer wieder der Frust über Benachteiligung im Team durch. "Entscheidend ist, dass wir das gleiche Auto haben, und alle technischen Daten sind offen", versicherte Barrichello zwar. "Aber ich genieße vielleicht 30 bis 35 Prozent der Aufmerksamkeit." Diese wachse zwar. Aber erst wenn es hier 50:50 stehe, sei er in einer wirklich guten Position.

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