Ferrari: Schumacher muss pausieren - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ferrari Schumacher muss pausieren

Weil der zweite F1-2000 immer noch nicht fertig ist, muss Michael Schumacher seine weiteren Testfahrten auf Freitag verschieben. Rubens Barrichello hingegen darf bereits am Donnerstag wieder im neuen Boliden üben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Maranello - Ferrari hat die für Dienstag in Mugello geplanten Testfahrten mit Michael Schumacher um drei Tage verschoben. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister aus Kerpen soll nun erst am Freitag in Fiorano wieder in seinen neuen Rennwagen F1-2000 steigen. In der Firmenzentrale in Maranello wurde die Verschiebung am Dienstag als "normaler Vorgang" bezeichnet; die bisherigen Tests auf den Hausstrecken Mugello und Fiorano seien ohne Probleme verlaufen.

Offenbar konnte der Zeitplan bei der Fertigstellung des zweiten F1-2000 nicht ganz gehalten werden. Seit der Präsentation am 7. Februar sind an dem Boliden rund 200 Veränderungen vorgenommen worden, berichtete die Zeitung "Gazzetta dello Sport" am Dienstag. Zunächst soll nun Schumachers brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello am Donnerstag in Fiorano wieder ins Cockpit steigen. Der Rheinländer hat sich diesen Tag für Werbeaufnahmen mit einem Teamsponsor (Ferrero/tictac) reserviert. Vom kommenden Samstag bis Montag testet Schumacher dann wieder in Mugello.

Mit der bisherigen Saisonvorbereitung kann der Konstrukteurs-Weltmeister von 1999 überaus zufrieden sein. Auf dem 5,2 Kilometer langen Kurs von Mugello markierte Schumacher in der Vorwoche gleich zweimal Rekordrunden. Bei einer Grand-Prix-Simulation kam der 31-Jährige auf die neue Bestzeit von 1:24,85 Minuten - das war fast zwei Sekunden schneller als Anfang 1999 mit dem Vorjahresmodell F399.

"Das ist der beste Ferrari meines Lebens", hatte Schumacher nach den ausgiebigen Probefahrten in der Toskana gejubelt. Auch Ferrari-Neuling Barrichello machte bisher einen guten Job. In 1:24,98 kam er Schumacher bedrohlich nahe. Dies hatte Eddie Irvine in seinen Ferrari-Jahren nie geschafft: Der Nordire, der jetzt für Jaguar fährt, war immer rund eine Sekunde langsamer als sein Teamrivale Schumacher.