Ferrari: Schumachers erste Trainingseinheiten - DER SPIEGEL
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Ferrari Schumachers erste Trainingseinheiten

Obwohl er die ersten Tests in Barcelona immer noch im Vorjahresauto absolvierte musste, gab sich Michael Schumacher im Hinblick auf den WM-Sieg zuversichtlich. Was bleibt ihm vor dem vierten Titelversuch mit der Scuderia auch anderes zu sagen übrig.
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Barcelona - Nach 78 Tagen wohl verdienter Pause ist Michael Schumacher am Montag erstmals wieder ins Cockpit eines Formel-1-Ferraris geklettert. In Barcelona testete der zweifache Weltmeister zwar noch im alten F399, mit seinen Gedanken und Hoffnungen eilte Schumacher aber schon um Wochen voraus: "Dieses Jahr ist doch ein besonderes, und es wäre sehr schön, das neue Jahrhundert mit einem Sieg zu beginnen. Ich hoffe, dass uns Ferrari ein Siegerauto bauen kann", meinte der Deutsche, der sich mit seinem neuen brasilianischen Teamkollegen Rubens Barrichello auf Anhieb blendend verstand.

"Alle zusammen sind wir ein starkes Team", hatte Schumacher schon vor seinem ersten Arbeitstag im Jahr 2000 optimistisch gesagt. "Ich fühle mich hoch motiviert und hoffe, dass wir mit Ferrari die Weltmeisterschaft gewinnen." Nach zwei knapp verpassten Titeln (1997/1998) und dem Beinbruch im Vorjahr wird 2000 wieder zum Schicksalsjahr. "Wir werden unser Bestes geben. Aber wir betreiben Sport, und da kann man die Zukunft nicht voraussagen", erklärte der Rheinländer. Die Saison beginnt am 12. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne; der neue Ferrari F320 soll "zwischen dem 7. und 10. Februar" in Maranello erstmals öffentlich präsentiert werden.

Dass Schumacher - wie bis zu seinem Unfall am 11. Juli 1999 vor Eddie Irvine - die Nummer eins im Team ist, versteht sich von selbst. Auch wenn es (offiziell) keiner zugibt. Eine voreilige Teamorder wäre schließlich demotivierend für Rubens Barrichello, der nach sieben sieglosen Jahren bei der Scuderia Ferrari nun endlich gewinnen will. Und das vielleicht sogar mit der Schützenhilfe seines deutschen Teamrivalen. Schumacher: "Wenn ich in diesem Jahr langsamer fahre als Rubens, werde ich ihn natürlich unterstützen."