Fia: Neue Termine, neue Regeln - DER SPIEGEL
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Fia Neue Termine, neue Regeln

Die Formel 1 wird in Zukunft einen ihrer größten Geldgeber verlieren. Ab 2007 darf nach einem Fia-Beschluss auf den Boliden und an den Rennstrecken nicht mehr für Tabakprodukte geworben werden.
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Sevilla - In sechs Jahren gibt es im internationalen Motorsport definitiv keine Tabakwerbung mehr. Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes (Fia) hat bei seiner Sitzung in Sevilla ein entsprechendes weltweites Verbot nach der Saison 2006 bestätigt, das damit ab der Rennsaison 2007 greift. Das Gremium hatte diesen Beschluss bereits vor zwei Jahren nach einer entsprechenden schrittweisen Tabakwerbeverbots-Entscheidung der EU gefasst, die gerade vom Europäischen Gerichtshof aufgehoben wurde. Die Fia teilte nun am Mittwochabend mit, sie wolle Empfehlungen der Welt-Gesundheitsorganisation WHO nachkommen.

Das aktuelle Votum des Weltverbandes kommt dennoch etwas überraschend, weil Fia-Präsident Max Mosley im vergangenen Jahr im Konflikt mit der EU-Kommission mit einem weitgehenden Abzug der Formel 1 aus Europa gedroht hatte. Derzeit finden 11 von 17 Grand-Prix-Rennen in Europa statt.

Keine Überraschungen hat es bei der Bekanntgabe des neuen Formel-1-Kalenders gegeben. Der Große Preis von Großbritannien bleibt auch 2001 im Programm. Mosley hatte nach dem Regenchaos in Silverstone im April gedroht, dort kein Weltmeisterschafts-Rennen mehr anzusetzen. Der Fia-Weltrat teilte nun mit, nach Untersuchung der detaillierten Vorschläge des Rennstreckenbesitzers und des Königlichen Automobil-Clubs den Grand Prix im Kalender zu belassen. Das Rennen wurde allerdings auf den 15. Juli verlegt.

Denn am 23. April diesen Jahres konnten tausende von Zuschauern nicht nach Silverstone reisen, weil nach anhaltenden Regenfällen die Parkplätze überflutet waren und ein Verkehrschaos ausgebrochen war. Der ursprünglich für Mitte Juli angesetzte Große Preis von Österreich wurde dafür auf den 13. Mai 2001 vorgezogen.

Neu ist eine dreiwöchige Sommerpause ohne Testmöglichkeiten nach dem Großen Preis von Deutschland in Hockenheim am 29. Juli. Wie seit längerem bekannt, findet der nächste WM-Lauf in Ungarn erst am 19. August statt. Für die deutschen Fahrer Michael und Ralf Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld, die Motorenhersteller Mercedes und BMW sowie die Fans steigt das erste Heim-Rennen bereits am 24. Juni mit dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring.

Traditionell beginnt die WM auch 2001 im australischen Melbourne am 4. März. Der Große Preis von Malaysia, dieses Jahr am 22. Oktober noch das Saisonfinale, findet in der kommenden Saison schon als zweiter Lauf am 18. März statt. Nach São Paulo (1. April) kommt die Formel 1 nach drei Übersee-Rennen zum Großen Preis von San Marino in Imola am 15. April erstmals nach Europa. Der 17. und letzte Lauf steigt dann am 14. Oktober in Suzuka.

Darüber hinaus beschloss der Weltrat noch einige Veränderungen. Für das Freitagstraining erhält ein Fahrer künftig zehn statt bislang acht Reifensätze. Am Montag nach einem Grand Prix darf auf dieser Rennstrecke nicht getestet werden. Um die Sicherheit weiter zu verbessern, müssen die Teams 2001 die Überrollstruktur ihrer Autos verstärken. Und für das Monocoque wurde ein weiterer seitlicher Aufprall-Test festgelegt. Die Heckflügel dürfen nur noch aus drei aerodynamischen Teilen bestehen.

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