Fia: Rückzieher bei Regeländerungen - DER SPIEGEL
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Fia Rückzieher bei Regeländerungen

Michael Schumacher hat die Kraftprobe mit dem Automobil-Weltverband gewonnen. Die strengen Regelhüter der FIA nahmen offenbar auf Druck der Formel-1-Fahrer zuvor beschlossene Änderungen vor dem WM-Lauf in Silverstone teilweise zurück.
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Paris - Der Internationale Automobil-Verband (FIA) hat die kurzfristig verfügten Änderungen des Reglements in der Formel 1 teilweise wieder zurückgenommen. Die gerade verbotenen Geschwindigkeits-Begrenzer (Speedlimiter) seien nun doch wieder erlaubt, berichtete die Fachzeitschrift «motorsport aktuell» am Dienstag. WM-Spitzenreiter Michael Schumacher bezeichnete die Korrektur als "sehr vernünftig von der FIA. Das hätte sonst gewisse Probleme mit sich bringen können, die vermeidbar gewesen wären".

Der Tempomat hilft den Piloten, bei der Fahrt in die Boxengasse die Geschwindigkeit auf die vorgeschriebenen 80 km/h im Rennen und 60 km/h im Training zu drosseln. FIA-Präsident Max Mosley hatte beim Großen Preis von San Marino vor zwölf Tagen in Imola mitgeteilt, dass unter anderem der Speedlimiter mit Wirkung vom Großen Preis von Großbritannien an diesem Wochenende in Silverstone verboten werde. Damit sollte verhindert werden, dass die Teams das Messgerät indirekt dafür nutzen, eine verbotene Traktionskontrolle zu installieren, die das Durchdrehen der Räder beim Beschleunigen verhindern soll.

Michael Schumacher und viele seiner Kollegen hatten zuvor die Regeländerungen scharf kritisiert. Er fühle sich nicht mehr wie ein Rennfahrer, sondern wie ein Taxifahrer, wenn er von 280 auf 80 km/h runterbremsen müsste, sagte der zweimalige Weltmeister aus Kerpen in Imola. Mosley ließen die Einwände zunächst kalt. Wenn sich Schumachers Gehalt auf dieselbe Weise reduzieren würde, dann würde er ihm glauben, sagte Mosley spöttisch. "Das sind die besten Fahrer der Welt: Die müssen doch in der Lage sein, mit 80 km/h durch die Boxengasse zu fahren."

Die Praxis bei den Testfahrten in Silverstone am vergangenen Donnerstag und Freitag zeigte aber, dass ein Verbot des Tempomats ein Sicherheitsrisiko sein kann. Die Fahrer hatten ihre Konzentration auf die Geschwindigkeitsmessung gelegt und so teilweise Halte-Signale übersehen. Die FIA erlaubte nun einen Kompromiss: Beim Einschalten des Tempomats muss künftig das Rücklicht aufleuchten. Damit kann sofort überprüft werden, ob die Einrichtung verbotenerweise als Starthilfe benutzt würde.

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