Flügel-Affäre: Teams drohen Ferrari mit Protest - DER SPIEGEL
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Flügel-Affäre Teams drohen Ferrari mit Protest

Ferrari verärgert weiterhin die Konkurrenz: Nachdem in Bahrein der Heckflügel beanstandet wurde, gibt es nun Ärger um einen flexiblen Frontflügel. Dieser soll nun beim GP von Australien verboten werden, fordern acht der elf F1-Teams.
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Kuala Lumpur - In der Qualifikation hatten Kameras aufgedeckt, dass sich das obere Querelement des Frontflügels nach unten verbog und damit verbotenerweise flexibel zu sein schien. Dadurch sank der Luftwiderstand auf der Geraden, die Höchstgeschwindigkeit stieg. Zunächst wurde das für einen Montagefehler gehalten, doch inzwischen sind die Gegner sicher, dass es ein Regelverstoß ist.

"Die Fia wird die Situation klären, bevor wir nach Melbourne fliegen", sagt Honda-Teamchef Nick Fry: "Genau das wollen wir." Am 3. April findet in Melbourne der Große Preis von Australien statt. Fry sieht den Weltmotor-Sportverband Fia unter Zugzwang: "Jeder kann sich die Fernsehbilder anschauen und daraus seine eigenen Schlüsse ziehen. Dafür muss man kein Ingenieur sein."

Acht der elf F1-Teams, darunter alle außer Ferrari und den beiden Red-Bull-Rennställen, hatten noch vor dem Rennen in Malaysia ein Schreiben unterzeichnet, in dem sie sich einen Protest gegen Ferrari offengehalten hatten. Da die Piloten der Italiener, Michael Schumacher und Felipe Massa, in Malaysia nur Platz sechs beziehungsweise fünf belegten, verzichteten die Rivalen zunächst auf ein Nachspiel.

Bereits vor einer Woche in Bahrein hatte es Diskussionen wegen des angeblich flexiblen Heckflügels von Schumacher gegeben. Allerdings fanden die Fia-Kommissare keine Beanstandungen.

Ferrari-Teamchef Jean Todt sieht keinen Grund zur Beunruhigung. "Die Fia ist der Meinung, dass unser Auto legal ist. Wenn sie wollen, dass wir handeln, werden wir das tun", sagte der Franzose. Sollte Ferrari die umstrittenen Flügel wirklich abmontieren, wäre dies laut Expertenmeinungen ein klarer Nachteil für Schumacher.

pav/sid