Formel 1: Ärger um Rubens "Rambochello" - DER SPIEGEL
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Formel 1 Ärger um Rubens "Rambochello"

Nachdem Ferrari-Pilot Rubens Barrichello zum wiederholten Mal ein Formel-1-Rennen mit Autoscooter verwechselt hat, mehren sich die Stimmen, den Kollegen von Michael Schumacher aus dem Verkehr zu ziehen.
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Sao Paulo - "Solche Unfälle können Pech sein. Aber wenn so etwas in einer derartigen Regelmäßigkeit vorkommt, muss man ihm mal sagen: Du bist für zwei Rennen gesperrt. Denk drüber nach", sagte Jaguar-Motorsportdirektor Niki Lauda.

Die Rennkommissare hatten jedoch Rubens Barrichello, der beim Großen Preis von Brasilien BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher aus dem Rennen geboxt hatte und auch zuvor schon mehrfach unangenehm aufgefallen war, nach der Anhörung beider Piloten nur verwarnt.

"Das muss bestraft werden"

Ralf Schumacher schäumte vor Wut, nachdem er im zweiten Rennen nacheinander von "Rubinho" attackiert worden war. "Das muss bestraft werden. Er soll langsam aufhören, zu versuchen, so schnell zu sein wie mein Bruder. Das schafft er ohnehin nicht."

Verständnisvoller reagierte Heinz-Harald Frentzen, der beim WM-Auftakt in Australien unliebsame Bekannschaft mit Barrichello gemacht hatte: "Er kann einem fast schon leid tun. Er steht anscheinend stark unter Druck. Schon beim Start ist er nicht richtig weggekommen, und dann ist er wieder sehr aggressiv gefahren."

"Fehler aus Unachtsamkeit verzeihen"

Der Präsident des Automobilweltverbandes Fia, Max Mosley, rät ebenfalls zu Besonnenheit und sprach sich dagegen aus, Barrichello zu sperren. "Die Formel 1 ist viel komplexer als zum Beispiel Fußball, wo man sofort sieht, wer Schuld hat", meinte Mosley, "es kommt immer der Faktor Technik dazu. Deshalb sollte man Fehler aus Unachtsamkeit oder menschlichem Versagen eher verzeihen."

Der vermeintliche Bruchpilot versteht hingegen die ganze Aufregung nicht und war sich wie schon in Australien und Malaysia keiner Schuld bewusst. "Ralf ist einfach rübergefahren, ohne nach hinten zu schauen, wie er das häufig macht", wiegelte Barrichello ab, "er war plötzlich vor mir, ich konnte nicht mit ihm rechnen."

"Rubens redet wirres Zeug"

Diese Argumentation kann der frühere Weltmeister Lauda nicht einmal ansatzweise nachvollziehen: "Rubens redet wirres Zeug. Ralf hat überhaupt nichts falsch gemacht." Ein Grand-Prix-Pilot müsse in der Lage sein, zu wissen, wann er zu bremsen habe. "Es war eine sinnlose Aktion, eine unglaubliche Blödheit von Barrichello", urteilte Jaguar-Boss Lauda.

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