Formel 1 beschließt neuen Qualifying-Modus - DER SPIEGEL
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Motorsport Formel 1 beschließt neuen Qualifying-Modus

Lange wurde diskutiert, nun herrscht Gewissheit: Die Formel 1 hat sich auf einen geänderten Qualifying-Modus geeinigt. Dieser soll vor allem mehr Spannung garantieren.
Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen
Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen

Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen

Foto: Ferrari/ dpa
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Die Formel 1 bekommt nach einem langen Streit nun offenbar ihr neues Qualifying-Format. Wie das englische Fachmagazin "Autosport" und das deutsche Fachblatt "Auto, Motor und Sport" berichten, akzeptierte der Weltrat des Automobil-Dachverbandes Fia im Rahmen seiner Sitzung in Genf die Änderung, die schon zum Saisonstart in zwei Wochen in Melbourne in Kraft treten soll. Die Fia kommentierte dies auf Anfrage vorerst nicht.

Laut dem Magazin sollen nun doch alle drei Qualifying-Abschnitte im neuen Ausscheidungsmodus gefahren werden. Nach einer jeweiligen Einrollphase scheidet dabei im 90-Sekunden-Takt der schwächste Pilot aus. Zuletzt waren Vertreter der Formel 1 davon ausgegangen, dass zumindest der entscheidende Abschnitt (Q3) im alten Modus ausgefahren wird, bei dem alle verbliebenen Fahrer über die komplette Zeit um die Pole kämpfen durften.

Die Informationslage zu den Plänen hatte sich in den vergangenen sieben Tagen aber ohnehin täglich geändert. Zunächst hatte die für die Regeln zuständige Fia eine Umsetzung der Änderung "möglichst bis zum Saisonstart" angekündigt. Anschließend schloss Rechteinhaber Bernie Ecclestone dies aus. Das Format komme frühestens im Mai oder gar nicht, die nötige Software könne unmöglich früher fertiggestellt werden. Wenig später lenkte der Brite dann doch ein.

Sowohl das neue Format als auch die chaotische Außendarstellung sorgt bei einem Großteil der Fahrer jetzt schon für Unverständnis. "Man kann sagen, dass der Formel 1 die Führung fehlt", sagte Sebastian Vettel: "Es ist ein bisschen chaotisch, wenn ein paar Wochen vor der Saison neue Regeln erfunden werden. Wir Fahrer verstehen auch gar nicht, was mit dem alten Qualifying nicht stimmte."

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso befürchtet, dass das neue Format den Fans "Kopfschmerzen" bereitet, in dieser Hinsicht begehe die Formel 1 zuletzt viele Fehler. "Es gibt zu viele Änderungen, die Regeln sind für die Fans zu komplex", sagte der zweifache Weltmeister.

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