Formel 1: Briatore attackiert Ecclestone - DER SPIEGEL
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Formel 1 Briatore attackiert Ecclestone

In der Fahrer- und Konstrukteurswertung liegt Renault derzeit ganz vorne. Die Erfolge scheinen Teamchef Flavio Briatore ein wenig übermütig zu machen. Er kritisiert unverhohlen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und fordert grundlegende Veränderungen im Rennzirkus.
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Rom - "Wenn ich an der Spitze der Formel 1 stünde, würde ich Ecclestone und seine Denkweise ändern. Wir müssen die Kosten senken und den Spaß erhöhen. Die Teams sollten Geld verdienen und nicht verlieren, wie es jetzt geschieht. Wir sollten voll in das Formel-1-Geschäft eingebunden werden", sagte Briatore der italienischen Nachrichtenagentur "ADNKronos".

Briatore lobte dagegen Max Mosley, den Präsidenten des Motorsport-Weltverbandes FIA, für dessen Vorschlag, die für 2008 geplanten Neuerungen zumindest teilweise vorzuziehen. Bei der Frage hinsichtlich der Sponsoren-Entwicklung zeigte sich der Italiener indes besorgt: "Die Tabakgesellschaften haben bisher stets die Formel 1 unterstützt. Ich hoffe, dass sie bleiben werden. Ansonsten müssen wir uns an Banken und Telekommunikations- und Informatikgesellschaften wenden. Ein Beispiel wäre der Computerkoloss IBM."

Briatore schloss derweil aus, ein eigenes Team zu gründen. "Es wird kein Briatore-Team geben. Dies würde nur noch zusätzliche Kosten bringen", sagte der frühere Teamchef von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher bei Benetton-Renault. Briatore sprach sich zudem für einen einzigen Reifenlieferanten im kommenden Jahr aus. "Ich hoffe, dass der einzige Lieferant Michelin sein wird. Diese Lösung würde große Ersparnisse ermöglichen, da derzeit 60 Prozent der Tests die Reifenentwicklung betreffen", so Briatore.

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