Formel 1 Hinterbänkler Minardi 2005 dabei
London - Minardi-Teamchef Paul Stoddart kündigte heute an, dass Minardi sich keinesfalls aus dem F1-Zirkus zurückziehen werde. "Wir sind auch 2005 dabei", sagte der Australier, dessen Rennstall in der vergangenen Saison mit lediglich einem Punkt Letzter der Konstrukteurswertung geworden war.
Die Zukunft des Rennstalls war nach dem Ausstieg des US-Autogiganten Ford aus der Formel 1 gefährdet, da Minardi seine Motoren von der Ford-Tochter Cosworth bezogen hatte. Stoddart hatte allerdings bereits vor dem Ford-Rückzug einen Vertrag mit Cosworth für die Saison 2005 unterzeichnet.
Im Notfall hat Minardi noch einen Vorrat an älteren Motoren aus den Jahren 1998 und 2001. Mit den Aggregaten waren damals Steward-Ford und Minardi an den Start gegangen. Es ist derzeit unklar, mit welchen Fahrern Minardi nächste Saison antreten wird. Dieses Jahr saßen Zsolt Baumgartner und Gianmaria Bruni im Cockpit.
Vermutlich nächstes Jahr 19 Rennen
Noch nicht sicher ist auch die Anzahl der F1-Läufe 2005. Vermutlich werden es mit 19 einer mehr sein als vorige Saison. Die Eigner des Kurses von Silverstone gehen jedenfalls davon aus, dass ihr Rennen nun doch nicht gestrichen wird. "Wir haben den Champagner noch nicht geöffnet, aber es sieht so aus, als ob Bernie Ecclestone und die Teams Einigung erzielt hätten", sagte Alex Hooton vom British Racing Drivers' Club (BRDC).
F1-Boss Ecclestone hatte sich am Dienstag in London mit den Vetretern aller zehn Rennställe außer Ferrari getroffen. Nach Hootons Angaben erhalten die Teams zusätzliches Geld. Vertraglich sind sie nur dazu verpflichtet, an 17 Rennen teilzunehmen. Auch für 2004 hatte es Extrazahlungen gegeben.