Formel 1: Indianapolis auch 2007 im Rennkalender - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Formel 1 Indianapolis auch 2007 im Rennkalender

Das Reifen-Debakel von Indianapolis im vergangenen Jahr ist vielen Rennsport-Fans noch in Erinnerung. Dennoch wird Formel-1-Boss Bernie Ecclestone auch in der kommenden Saison dort einen Grand Prix veranstalten - wohl auch wegen des massiven Drucks deutscher Motorenhersteller.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Bei einem Treffen verlängerte Ecclestone den Vertrag mit dem traditionsreichen Indianapolis Motor Speedway. Allerdings nur um ein Jahr. "Wir wollen erst einmal abwarten, wie sich alles entwickelt. Für eine längerfristige Vereinbarung gibt es noch zu viele unbeantwortete Fragen", sagte Strecken-Chef Tony George dem "Indianapolis Star". Dennoch sei es die Absicht der Veranstalter, längerfristig mit der Formel 1 zusammenzuarbeiten, so George weiter.

Vor der Vertragsunterzeichnung hatten vor allem die deutschen Motorenhersteller BMW und Mercedes massiven Druck ausgeübt, weil sie unbedingt mindestens ein Rennen auf dem gigantischen Absatzmarkt durchführen wollen.

Die Zukunft des US-Grand-Prix stand nach dem Reifen-Debakel von 2005, als alle Michelin-Teams aus Sicherheitsgründen nicht starten durften, in Frage. Damals hatten nur sechs Fahrer am Grand Prix teilgenommen. Michelin steigt am Ende der aktuellen Saison aus der Königsklasse aus. Ab 2007 werden alle Teams vom japanischen Unternehmen Bridgestone mit Gummis ausgerüstet.

Es wurde auch über eine Verlegung des Rennens nach Las Vegas diskutiert. Indianapolis gehört zu den Lieblingsstrecken von Michael Schumacher, der dort mit seinem Sieg in diesem Jahr seine Aufholjagd in der WM startete.

pav/sid

Mehr lesen über