Formel 1: Qualifying-Modus wird im nächsten Rennen geändert - DER SPIEGEL
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Formel 1 Rückkehr zum alten Qualifying beschlossen

Schnelle Entscheidung: Der neue Qualifying-Modus wird nach nur einem Versuch wieder abgeschafft. Das haben die Teamchefs mit Toto Wolff von Mercedes an der Spitze in Australien beschlossen.
Toto Wolff (l.) und Red-Bull-Kollege Christian Horner
Toto Wolff (l.) und Red-Bull-Kollege Christian Horner

Toto Wolff (l.) und Red-Bull-Kollege Christian Horner

Foto: Mark Thompson/ Getty Images
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Das viel kritisierte neue Qualifying-Format der Formel 1 soll direkt nach seiner Premiere wieder abgeschafft werden. Darüber erzielten die Teamchefs vor dem Großen Preis von Australien im Rahmen einer Sitzung Einigkeit. Schon am 3. April beim kommenden Rennen in Bahrain (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) soll die Poleposition wieder nach dem alten Modus ermittelt werden.

Die Entscheidung der Teamchefs muss noch von der Strategiegruppe, der Formel-1-Kommission und dem Weltrat des Automobil-Weltverbandes Fia abgesegnet werden - das gilt aber als sicher. "Ich glaube nicht, dass jemand nach dieser Erfahrung noch seine Hand hebt und dagegen ist", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Beim neuen Modus schieden in jedem Abschnitt die langsamsten Fahrer nach einer Einrollphase im 90-Sekunden-Takt aus. Diese K.o.-Phase sorgte für einiges Chaos in den Boxen, viele Teams verschätzten sich. Schlimmer war jedoch, dass zahlreiche Piloten die Jagd nach der besten Zeit vorzeitig beendeten. Sie waren gezwungen, früher auf die Strecke zu gehen, dadurch waren in der eigentlich entscheidenden Phase die Reifen zu stark abgenutzt.

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Formel 1: Das neue Qualifying floppt

Foto: BRANDON MALONE/ REUTERS

So kam es, dass die Qualifying-Uhr noch einige Minuten lief, Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) und seine Kontrahenten aber schon aus ihren Autos gestiegen waren. Zahlreiche prominente Vertreter übten daraufhin heftige Kritik an dem Modus. "Ich sage ja selbst immer, wir sollen öffentlich nicht schlecht über die Formel 1 reden", sagte Wolff: "Aber ich glaube, das neue Format ist ziemlicher Mist." Fast wortgleich urteilte auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.

Unter anderem die Fahrer hatten zuvor vor diesem Szenario gewarnt und fühlten sich bestätigt. "Ich weiß nicht, warum alle so überrascht sind", sagte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel: "Wir haben gesagt, dass es so kommt, dass das Format nicht funktioniert."

Im ursprünglichen Format durften alle verbliebenen Piloten den jeweiligen Abschnitt (Q1, Q2, Q3) bis zum Ende bestreiten, erst danach wurde in der Zeitentabelle abgerechnet. Dieser Modus hatte häufig für Spannung bis zum Schluss gesorgt.

Formel-1-Saison 2016

krä/sid

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