Formel-1-Qualifying: Schumacher schafft die Pole Position - DER SPIEGEL
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Formel-1-Qualifying Schumacher schafft die Pole Position

Ferrari-Pilot Michael Schumacher behielt beim ersten Qualifying der neuen Formel-1-Saison in Bahrein den Überblick und die Nerven und fuhr die schnellste Zeit. Neben ihm in der ersten Reihe steht sein Teamkollege.
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Manama - Der ehemalige Weltmeister markierte in 1:31,431 Minuten die Bestzeit auf dem Wüstenkurs in Bahrein. Mit 0,118 Sekunden Rückstand landete sein Teamkollege Felipe Massa auf Rang zwei und startet morgen beim ersten Rennen der Saison (ab 12.30 Uhr im Live-Ticker bei SPIEGEL ONLINE) neben Schumacher aus der ersten Reihe.

Die Pole Position von Bahrein ist die 65. in Schumachers Karriere - damit zog er mit der verstorbenen brasilianischen Fahrerlegende Ayrton Senna gleich. "Ein tolles Gefühl, wieder ganz vorne zu sein. Es hat ja lange genug gedauert", jubelte Schumacher. So sieht es auch  Ferrari-Renndirektor Ross Brawn: "Dar war ein Auftakt nach Maß. Das hat gezeigt, welches Potenzial im Auto steckt. Mal sehen, was im Rennen möglich ist."

Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien fuhr in seinem Renault auf Rang vier (1:30,702). Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld schaffte im BMW-Sauber Platz zehn (1:33,926). Neuling Nico Rosberg (Wiesbaden) steht in seinem ersten Grand Prix auf Startplatz zwölf. Der deutlich höher gehandelte Toyota-Pilot Ralf Schumacher belegte nur den 17. Rang. Der 30-Jährige gehörte in der ersten Runde zu den sechs Langsamsten der ersten Viertelstunde und musste ausscheiden.

Mit einer Enttäuschung endete das Qualifying für den WM-Mitfavoriten Kimi Räikkönen. Der Finne sorgte nach einem Unfall, bei dem ihm erst die Hinterradaufhängung brach, dann der Heckflügel wegflog, für eine längere Unterbrechung der Zeitenjagd. Nach dieser Panne steht Räikkönen beim Rennen am Sonntag nur auf dem 22. und damit letzten Startplatz.

Erstmals wurde nach den neuen Qualifying-Regeln gefahren. Die Startaufstellung wird ab sofort in einem neuen Drei-Phasen-System ermittelt. In den ersten 15 Minuten sind alle 22 Autos auf die Strecke und dürfen frei fahren. Die sechs langsamsten Fahrer scheiden nach Ablauf der 15 Minuten aus uns belegen die Startplätze 17 bis 22, die Zeiten der verbleibenden Piloten werden gestrichen.

Nach fünf Minuten Pause findet eine zweite 15-minütige Phase statt, nach der wieder die sechs langsamsten Piloten ausscheiden und die Startplätze 11 bis 16 erhalten. Die verbleibenden 10 Fahrer fahren dann nach weiteren fünf Minuten Pause in 20 Minuten die Pole Position und die Startplätze 2 bis 10 aus.

Etwas kompliziert ist die Tankregel. Für die ersten beiden Phasen ist die Benzinmenge freigestellt. Alle Fahrer, die in diesen beiden Runden ausscheiden, dürfen für das Rennen am Sonntag neu betankt werden.

Die besten 10 Piloten müssen in der dritten Phase mit der Benzinmenge fahren, mit der sie auch ins Rennen gehen wollen. Die Autos werden vor der letzte Qualifikations-Phase gewogen, nur die verbauchte Benzinmenge darf wieder aufgefüllt werden.
bri/sid/dpa

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