Formel 1: Schumacher beendet Karriere - DER SPIEGEL
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Michael Schumacher: WM-Titel, Rekorde, Unfälle

Foto: Toru Hanai/ REUTERS

Rekordweltmeister Schumacher beendet Formel-1-Karriere

Jetzt hört Michael Schumacher wirklich auf: Der Rekordweltmeister beendet nach der laufenden Saison seine Karriere in der Formel 1, das verkündete er in Suzuka. Vor einer Woche hatte sich Mercedes von dem 43-Jährigen getrennt und den Briten Lewis Hamilton als Nachfolger verpflichtet.
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Hamburg - Michael Schumacher wird in der neuen Saison nicht mehr als Fahrer in der Formel 1 an den Start gehen. Der Rekordweltmeister gab vor dem Großen Preis von Japan an diesem Sonntag (8 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) bekannt, dass er nach der laufenden Saison seine Karriere beenden möchte.

"Obwohl ich immer noch konkurrenzfähig bin, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Wir haben nicht die Ziele erreicht, die wir uns gesteckt haben. Aber ich kann stolz sein auf das, was ich erreicht habe", sagte Schumacher. Er habe die Motivation und Energie verloren, die notwendig seien.

Schumacher erteilt damit Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu einem anderen Rennstall eine Absage. "Am Ende habe ich den Anspruch, nicht nur mitzufahren, sondern um Siege zu kämpfen", so Schumacher.

Mercedes hatte vergangene Woche bekanntgegeben, dass Schumachers zum Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Gleichzeitig hatte das Team den Briten Lewis Hamilton als Nachfolger des 43-Jährigen präsentiert.

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Michael Schumacher: Der König der Formel 1

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Schumacher hat in seiner Karriere sieben Formel-1-Titel gewonnen (1994, 1995 und 2000 bis 2004) und erzielte 91 Grand-Prix-Siege. 2006 beendete er seine aktive Laufbahn zunächst, um dann vier Jahre später wieder bei Mercedes einzusteigen. "Ich kann zufrieden sein mit meiner Leistung der vergangenen drei Jahre und habe mein Comeback nie bereut", sagte Schumacher.

Bei Mercedes blieben die Erfolge jedoch aus. Schumacher kam in bislang 52 Rennen im Silberpfeil nur einmal aufs Podest, in Valencia wurde er in diesem Sommer Dritter. Ein Sieg war ihm nicht vergönnt. "Ich habe Ende 2009 gesagt, dass ich an meinen Erfolgen gemessen werden möchte, und daher habe ich in den vergangenen drei Jahren viel Kritik eingesteckt, die zum Teil berechtigt war", sagte Schumacher.

Ob Schumacher in Zukunft Markenbotschafter für Mercedes wird, ließ er zunächst offen. Mercedes-Chef Dieter Zetsche hofft, dass sich der Rekordweltmeister dafür entscheidet: "Ich persönlich wünsche mir, dass er nach seiner aktiven Zeit im Mercedes-Cockpit Partner unseres Unternehmens bleibt", sagte Zetsche am Mittwoch der "Bild"-Zeitung.

rei/bka/dpa