Training in Suzuka Vettel stark, Schumacher im Reifenstapel
Red-Bull-Pilot Vettel: Drittbeste Trainingszeit in Suzuka
Foto: JUNG YEON-JE/ AFPHamburg - Michael Schumacher hat seine Abschiedstournee in der Formel 1 mit einem Unfall eingeläutet. Einen Tag nach seiner Ankündigung, am Ende der Saison seine Karriere zu beenden, verlor der Rekordweltmeister am Freitag kurz vor Ende des zweiten freien Trainings zum Großen Preis von Japan die Kontrolle über seinen Mercedes, kam von der Strecke ab und krachte in einen Reifenstapel.
"Ich war zu sehr auf die kommende Linkskurve fokussiert und habe den Streckenrand zu sehr außer Acht gelassen. Da ist dann etwas weniger Grip als auf der Strecke", sagte Schumacher, der unverletzt blieb und am Ende in Kombination der beiden Sessions die zehntschnellste Zeit fuhr.
Weltmeister Sebastian Vettel legte zu Beginn des Rennwochenendes in Suzuka dagegen einen guten Start hin. Der Red-Bull-Pilot war auf Rang drei bester deutscher Fahrer. Er musste sich nur seinem Teamkollegen Mark Webber und Schumacher-Nachfolger Lewis Hamilton im McLaren knapp geschlagen geben.
Hamilton glaubt an Favoritenrolle von Red Bull in Japan
"Es wird sehr eng, alle sind dicht beieinander. Es gibt keinen klaren Favoriten", sagte Vettel, der sechs Rennen vor Saisonende als Zweiter des WM-Klassements 29 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter und Ferrari-Pilot Fernando Alonso hat, der im Japan-Training Fünfter wurde. Für einen Sieg gibt es 25 Punkte.
"Ich glaube, dass die Red Bulls hier die Favoriten sind, dass sie das beste Paket haben", sagte hingegen Hamilton, der sich angesichts von 52 Punkten Rückstand auf Alonso selbst noch Chancen auf den Titel ausrechnet. Der Brite ist in der Fahrerwertung Vierter. Sieben Punkte besser ist der Finne Kimi Räikkönen im Lotus auf Platz drei.
Das Qualifying wird am Samstag um 7 Uhr, das Rennen am Sonntag um 8 Uhr ausgetragen (jeweils MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE).