Formel-1-Qualifying: Vettel auf der Pole Position, Schumacher Siebter
Formel 1 Schumacher startet von Platz sieben
Hamburg - Michael Schumacher nimmt sein Comeback in der Formel 1 aus der vierten Startreihe auf. Der siebenmalige Weltmeister belegte in der Qualifikation zum Großen Preis von Bahrain mit seinem Mercedes den siebten Platz. Schnellster im Qualifying war ein anderer Deutscher: Sebastian Vettel sicherte sich im Red Bull die Pole Position für das Rennen am Sonntag (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).
Vizeweltmeister Vettel war mit seiner schnellsten Runde in 1:54,101 Minuten nicht zu schlagen. Zweiter wurde Felipe Massa vor seinem neuen Ferrari-Teamkollegen Fernando Alonso und McLaren-Pilot Lewis Hamilton. Schumachers Teamkollege Nico Rosberg kam auf den fünften Startrang. Adrian Sutil wurde im Force India Zehnter.
"Besser kann man hier nicht beginnen", sagte der frühere Weltmeister Niki Lauda zu Schumachers Leistung. "Wer hier von Anfang erwartet, dass er vorne mitfährt, hat keine Ahnung von der Formel 1", so der Österreicher. Der Rekordweltmeister selbst sagte nach der Qualifikation: "Ich fühle mich noch nicht zu 100 Prozent frei." Da liege "noch einiges an Arbeit vor uns".
Schumacher kann mit den Besten mithalten
Als einziger Deutscher schied Timo Glock schon im ersten Durchgang der Qualifikation aus. Als 19. war der Virgin-Pilot aber immerhin der beste Fahrer aus den drei neuen Teams. Formel-1-Neuling Nico Hülkenberg schaffte es in die zweite Runde und wird am Sonntag von Startplatz 13 in sein erstes Rennen der Königsklasse gehen.
Schumacher zeigte beim ersten Härtetest nach seiner Rückkehr, dass er durchaus jetzt schon wieder mit den Besten der Welt mithalten kann. In den ersten beiden Qualifikationsdurchgängen rutschte er jeweils knapp unter die Top Ten und konnte sich in der abschließenden dritten Runde noch einmal leicht verbessern. Schumacher sagt seit Wochen, dass er sich zu Beginn der Saison noch nicht als einen der Siegfahrer sieht. Tatsächlich sagen auch viele Fachleute, dass seine Zeit erst in der zweiten Hälfte der Saison kommen dürfte. Die Auszeit von drei Jahren, die Schumacher genommen hat, wirkt derzeit noch nach.
"Die Sieben ist eine interessante Zahl, die irgendwie sehr gut zu mir passt, aber trotzdem werde ich morgen versuchen, sie nach unten abzuarbeiten", sagte Schumacher, der am 25. August 1991 in Spa beim ersten seiner bislang 250 Rennen auch als Siebter gestartet, aber nach nur wenigen hundert Metern wegen eines Kupplungsschadens ausgerollt war.
Gegenüber Vettel scheinen Schumacher und sein Auto aber noch nicht ebenbürtig zu sein. Für den 23-Jährigen ist es bereits die sechste Pole Position in seiner Karriere. "Das ist natürlich ein hervorragendes Ergebnis, damit hätte bei uns nicht jeder gerechnet. Ich war der Meinung, dass wir ein gutes Auto haben. Aber gestern Abend hatte ich ehrlich gesagt so einen Hals, weil es nicht richtig funktioniert hat", sagte Vettel: "Heute bin ich wohl mit dem besseren Fuß aufgestanden, denn es lief von Anfang an besser."
Unzufriedener war Nico Rosberg, obwohl er seinen Mercedes unter die ersten Fünf fahren konnte. "Ich hatte auf die Pole Position gehofft, aber Red Bull und Ferrari sind einfach im Moment noch schneller, zumindest waren sie es heute."