Formel 1 Super Aguri vor dem Aus
Hamburg - Fumio Akita, Teilhaber des Super-Aguri-Teams, erklärte, dass eine Teilnahme beim vierten Saisonrennen am 27. April beim Großen Preis von Spanien akut gefährdet sei. "Das ist möglich. Es wird sehr, sehr eng", sagte Akita auf die Frage, ob man gegebenenfalls auf einen Start verzichten müsse. Statt elf würden dann nur noch zehn Teams am Rennen teilnehmen, die Fahrer Takuma Sato aus Japan und Anthony Davidson (England) müssten dann zusehen. Die Tests in dieser Woche in Barcelona hatte Super Aguri bereits ausgelassen. Mit einer Entscheidung ist laut Akita bis Anfang kommender Woche zu rechnen.
Hintergrund der finanziellen Schwierigkeiten ist die geplatzte Übernahme durch die englische Magma-Gruppe, deren Projekt von der Dubai Investment Capital (DIC) hätte finanziert werden sollen. Die DIC machte aber kurzfristig einen Rückzieher. Man habe sich auf die Übernahme verlassen, erklärte Akita, nun fühle man sich, als sei man "von einer Liebhaberin sitzen gelassen" worden. Sollte nun nicht kurzfristig noch einer der - laut "auto, motor und sport" - drei Interessenten aus Deutschland und den USA einsteigen, wäre das Ende von Super Aguri wohl besiegelt.
"Selbst wenn wir das Geld für Barcelona zusammenkratzen, können wir danach vielleicht nicht weitermachen", sagte Akati. Er räumte ein, dass man von einer weiteren Honda-Finanzspritze abhängig sei. Das Honda-Zweitteam Super Aguri hatte vor Saisonbeginn allerdings nur die Zusage erhalten, vom Mutterkonzern Chassis, Motoren und Teile zu bekommen, den Rennbetrieb müsse Super Aguri aber selbst finanzieren.
all/reuters/sid