Formel 1 Türken-Protest gegen Millionen-Strafe
Paris - Der Entscheidung vorausgegangen waren Treffen zwischen dem türkischen Automobilsport-Verband TOSFED und Co-Organisator MSO mit dessen Direktor Baran Asena. Dieser erklärte, der Einspruch richte sich nicht gegen das Fia-Urteil generell, sondern gegen die Höhe der Strafe.
Zu dem Nachspiel war es gekommen, weil Mehmet Ali Talat, der Präsident der international nur von der Türkei offiziell anerkannten türkischen Republik Nordzypern, den Siegerpokal an Ferrari-Pilot Felipe Massa übergeben durfte. Die Fia sah den Fall damals so: "Politische Neutralität ist fundamental in der regulierenden Rolle der FIA im internationalen Motorsport. Kompromisse oder eine Verletzung dieser Neutralität sind nicht zu akzeptieren."
Gegen den Auftritt des Politikers hatte die Regierung von Zypern offiziell protestiert. Kurzzeitig war sogar ein Ausschluss der Türkei aus der Formel-1-WM im Gespräch. Die GP-Organisatoren hatten erst signalisiert, die Strafe akzeptieren zu wollen. "Das Wichtigste für uns war, dass wir das Rennen behalten dürfen", sagte Ilhan Parseker, Mitglied der Geschäftsführung des Istanbul Park.
goe/sid