Formel 1 USF1 meldet sich ab
Parkende Formel-1-Wagen: Ohne USF1 in Bahrain
Foto: Mark Thompson/ Getty ImagesHamburg - Das amerikanische Formel-1-Projekt USF1 hat seine Arbeit am neuen Auto eingestellt und will sein Debüt auf 2011 verschieben. Beim Automobilweltverband Fia laufe eine entsprechende Anfrage, sagte Teamchef Ken Anderson am Mittwoch auf der Homepage des Fachmagazins "autosport". "Wir warten auf eine Antwort der Fia und arbeiten mit ihr zusammen. In der Zwischenzeit gibt es für die Angestellten nichts zu tun. Wir haben ihnen daher gesagt, die Arbeiten am neuen Auto einzustellen, bis wir eine Entscheidung haben", so Anderson.
Damit trat nicht mal zwei Wochen vor dem Auftaktrennen in Bahrain am 14. März (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) das ein, was einige Formel-1-Experten vorausgesagt hatten. Wie die Fia am Mittwochabend mitteilte, wird die Formel 1 nun mit zwölf anstatt den geplanten 13 Teams in die neue Saison gehen. " Wir haben verschiedene Optionen diskutiert", hieß es in der Stellungnahme: "Aber es ist in diesem späten Stadium für ein Ersatzteam nicht mehr möglich, doch noch teilzunehmen."
Damit haben sich die Hoffnungen des Stefan-GP-Team auf den Einstieg in die Formel 1 zerschlagen. Der Rennstall des serbischen Geschäftsmannes Zoran Stefanovic, der sich die Rechte an den Autos von Formel-1-Aussteiger Toyota gesichert hat, hatte zuletzt mehrfach Bereitschaft signalisiert, auch kurzfristig für ein ausfallendes Team einzuspringen.
Während USF1 den Wettlauf gegen die Zeit aufgegeben hat, kämpft das neue Team Campos unter anderem Namen weiter. Nach dem Ausstieg des ursprünglichen Teamgründers Adrian Campos und der Übernahme durch den spanischen Geschäftsmann Jose Ramon Carabante benannte sich der Rennstall in Hispania um. Bislang hat das Team - mit Fia-Lizenz für 2010 ausgestattet - in Bruno Senna lediglich einen Fahrer. "Der neue Name unterstreicht die Neugeburt unserer Formel-1-Ambitionen und die Mühen, die wir investieren, um in Bahrain am Start sein zu können", sagte Teamchef Colin Kolles. Wie USF1 ließ Campos die offiziellen Testfahrten im vergangenen Monat tatenlos verstreichen.