Formel 1 in China Vettel zu langsam für Mercedes-Piloten
Lewis Hamitlon (l.), Valtteri Bottas und Sebastian Vettel (r.)
Foto: Andy Wong DPAIn China wird am Sonntag (8.10 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky und RTL) der 1000. Grand Prix der Formel-1-Geschichte ausgetragen. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel möchte beim Jubiläum seine schlechten Ergebnisse der ersten beiden Rennen vergessen machen, doch nach dem Qualifying in Shanghai sieht es so aus, als könne der italienische Rennstall seine Geschwindigkeitsvorteile nicht wie gewünscht ausnutzen. Vettel verpasste die Pole Position deutlich und startet vom dritten Platz.
In einer packenden Schlussphase um die erste Startreihe fuhr WM-Spitzenreiter Valtteri Bottas zum ersten Mal in dieser Saison auf die Pole, Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton reihte sich mit einem Rückstand von 23 Tausendstelsekunden dahinter ein. Vettels Rückstand auf Platz eins beträgt drei Zehntelsekunden - zu viel, wie der Deutsche danach feststellte.
Vettel landete immerhin vor Teamkollege Leclerc
"Es war letztlich nicht genug, die Jungs zu schlagen", sagte der 31-Jährige. Den vermeintlichen Motor-Vorteil, den Ferrari auf der Strecke mit zwei langen Geraden zu haben scheint, machte Mercedes woanders wett. "Wir haben es hinbekommen, in den Kurven Speed aufzuholen", sagte Hamilton.
Vettel konnte immerhin einen Erfolg gegen seinen Teamkollegen Charles Leclerc verbuchen. Der Monegasse landete knapp geschlagen auf Platz vier, dahinter folgten die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Pierre Gasly. In der WM-Wertung liegt Vettel mit 22 Punkten auf Platz fünf hinter Bottas (44), Hamilton (43), Verstappen (27) und Leclerc (26). Will Vettel seine Rivalen nicht schon nach dem dritten Saisonrennen aus den Augen verlieren, muss er am Sonntag erstmals auf das Podium fahren.
Völlig chancenlos sieht sich der Ferrari-Pilot im Kampf um den Sieg jedoch nicht. Vettel hofft im Rennen auf den Vorteil auf den Geraden, um dann zu überholen und seine Position trotz der Probleme in den Kurven zu verteidigen. "Wenn wir nah genug rankommen, haben wir eine gute Chance vorbeizukommen", sagte Vettel. Dabei darf er aber nicht zu großes Risiko eingehen, wie es ihm in den vergangenen Monaten einige Male passiert ist. Vettel braucht in Shanghai die richtige Balance.