Formel 1 Williams-Teamchef attackiert BMW
Hamburg - "Unsere früheren Teams mit Honda oder Renault waren wesentlich kooperativer und erfolgreicher. Da gab es nicht diese ständigen Schuldzuweisungen", sagte der Engländer in der "Bild am Sonntag". Gerüchte, dass BMW ab der Saison 2006 das Schweizer Sauber-Team zunächst mit Motoren beliefern und dann eventuell komplett aufkaufen soll, lassen Williams offenbar kalt. "Das quält mich nicht wirklich. Wir würden unsere Partnerschaft mit BMW gerne fortsetzen", erklärte der 63-Jährige.
Es sei allerdings sehr enttäuschend, was Partner BMW zu diesem Thema sage, so der Teamchef und stichelt: "Es sind ja auch andere Motoren erhältlich." Angeblich sei eine Rückkehr zu Honda durchaus eine Alternative. Von seiner Seite wolle er jedoch weiter mit BMW arbeiten. Williams: "Wir haben immerhin einen gültigen Vertrag. Allerdings scheint BMW derzeit ja überall in der Formel 1 im Geschäft zu sein."
Wesentlich besser ist Williams auf seinen deutschen Fahrer Nick Heidfeld zu sprechen, der zuletzt in Monaco und auf dem Nürburgring jeweils Zweiter geworden war. "Nick hat die natürliche Fähigkeit, Weltmeister zu werden. Es hängt nur vom Auto ab", sagt der Brite: "Wenn wir ihm das richtige Auto geben, ist Nick ein Siegfahrer."
Trotz seiner guten Leistungen steht Heidfeld bei Williams offenbar vor einer unsicheren Zukunft. "Wir werden zur gegebenen Zeit überlegen, wie es 2006 weitergeht. Ich diskutiere nie über Verträge", sagt der Teamchef, der Heidfeld angeblich durch den BAR-Honda-Piloten Jenson Button (England) ersetzen will. Das jedenfalls behaupten englische Medien seit geraumer Zeit. Und Williams gibt zu: "Wir haben eine Option auf Button. Alles hängt von seinem Abschneiden bei BAR ab. Nicks Vorteil ist, dass er bezahlbar ist."