Freies Training: Coulthard vor Schumacher - DER SPIEGEL
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Freies Training Coulthard vor Schumacher

Beim Aufwärmen für den Großen Preis von Frankreich hat der größte Konkurrent von Michael Schumacher ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Beim Freien Training wies David Coulthard den Ferrari-Piloten in die Schranken.
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Magny-Cours - Im Endspurt hat Silberpfeil-Pilot David Coulthard den Prolog der "Tour de France" auf vier Rädern gewonnen und Michael Schumacher ganz knapp abgehängt. Der 29-jährige Schotte fuhr am Freitag im Freien Training zum Großen Preis von Frankreich in Magny-Cours in 1:16,253 Minuten die Bestzeit. Ferrari-Pilot Schumacher drehte 25 Runden und musste sich auf seiner Inspektionstour schließlich um winzige 0,221 Sekunden geschlagen geben. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen wurde im zweiten McLaren-Mercedes Dritter (1:16,687) vor Schumachers brasilianischem Teamkollegen Rubens Barrichello (1:16,757).

"Wir hatten nach den Tests in der vorigen Woche hier noch ein paar Fragen", erklärte WM-Spitzenreiter Schumacher. "Aber alles, was wir versuchen wollten, hat sich positiv geklärt." Auch bei Coulthard, der vor dem neunten WM-Lauf am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/live in RTL und Premiere World) mit 22 Punkten Rückstand härtester Verfolger des Ferrari-Stars ist. "Wir hatten schon bei den Tests gute Ergebnisse erzielt, das kam uns hier zugute", meinte der Brite: "Mit dem Fahrverhalten meines Autos war ich heute zufrieden."

Dabei sah es anfangs für Coulthard gar nicht gut aus. Weil an seinem McLaren-Mercedes die Benzinpumpe streikte, musste in der einstündigen Trainingspause der komplette Motor ausgetauscht werden. Seine neun Runden fuhr der Schotte dann im zweiten Abschnitt des sportlich allerdings wenig aussagekräftigen Trainings. Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug war mit der Freitag-Schicht am Ende sehr zufrieden: "Wir waren hier beim Testen die Schnellsten und heute im Training die Schnellsten. Nun wollen wir morgen im Qualifying und am Sonntag im Rennen die Ersten sein."

Im "Dreierpack" kam ein deutsches Fahrer-Trio ins Ziel: Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld wurde im Prost-Peugeot Achter vor Geburtstagskind Ralf Schumacher (Williams-BMW) und Heinz-Harald Frentzen im Jordan-Mugen-Honda. "Little Schumi" war mit seiner Vorstellung zum 25. Geburtstag recht zufrieden - feiern will der Kerpener frühestens am Sonntagabend. Die Torte von Michael bekam er schon am Freitagnachmittag spendiert. "Ich habe keinen neuen Reifensatz mehr aufgezogen. An der Abstimmung müssen wir noch einiges verändern", forderte Ralf Schumacher.

Heidfeld fand sich nach der ersten Stunde sogar auf Rang drei hinter Schumacher und Häkkinen wieder - das war die beste Trainingsplatzierung in der noch jungen Formel-1-Karriere des 22-Jährigen: "Sehr gut gelaufen heute", bilanzierte der Youngster, "ich bin guter Dinge, dass ich auch im Qualifikationstraining ordentlich mithalten kann." Für Frentzen reichte es nur zu Rang zehn, der Jordan-Pilot kam wegen technischer Probleme nicht richtig in die Gänge und drehte insgesamt nur sieben Runden.

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