Freies Training: Jenson Button Schnellster am Nürburgring - DER SPIEGEL
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Freies Training Jenson Button Schnellster am Nürburgring

Eine kleine Überraschung bot das Freie Training zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring am Freitag. Weder ein McLaren noch ein Ferrari drehten die schnellste Runde, sondern der BMW-Williams von "Baby Button".
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Nürburgring - Formel-1-Frischling Jenson Button hat Michael Schumacher und allen anderen Stars zum Auftakt des Großen Preises von Europa die Schau gestohlen. Der 20-jährige BMW-Williams-Pilot fuhr bei typischem Eifel-Schmuddelwetter am Freitag im Freien Training bei seinem erst sechsten Grand-Prix-Auftritt die Bestzeit. Schumacher stand bei seinem Heimspiel auf dem Nürburgring als Fünfter nicht nur im Schatten des frechen Formel-1-Neulings. Auch das Silberpfeil-Duo Mika Häkkinen und David Coulthard auf den Rängen drei und vier flog dem Ferrari-Star aus Kerpen davon. Der zweimalige Weltmeister nahm die bedeutungslose Niederlage gelassen. "Wir haben unser normales Programm abgespult und sind recht zuversichtlich", sagte er.

Schumacher sprach von einem "insgesamt interessanten Freitag". Vom Wetter her - die Temperaturen in der Luft und auf dem Asphalt bewegten sich um die zehn Grad - sei es "sehr abwechslungsreich gewesen: halb nass, halb trocken". Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug kommentierte den überraschenden Ausgang - hinter Button belegte der bei Benetton auf der Abschussliste stehende Österreicher Alexander Wurz Platz zwei - gelassen: "Wir sind in Form und haben viel für das Rennen gelernt. Alles ist im Plan."

Richtig zur Sache geht es erst am Samstag im Qualifying ab 13 Uhr, in dem sich die Startaufstellung für den sechsten Saisonlauf am Sonntag entscheidet. Deshalb bewertete auch "Baby Button" die erste Trainingsbestzeit für das BMW-Williams-Team nüchtern. "Heute Erster zu sein ist schön für das Selbstbewusstsein, aber nicht entscheidend. Im Qualifying am Samstag möchte ich unter die ersten Acht." Im lediglich der Abstimmung der Rennwagen dienenden freien Training fehlten Schumacher in 1:20,519 Minuten 0,711 Sekunden auf Button. Häkkinen war 0,219 Sekunden schneller als sein deutscher Rivale.

Gut bis befriedigend lief es für die drei anderen Deutschen: Ralf Schumacher belegte in 1:20,548 Minuten Rang sechs. Nick Heidfeld entschied das Mönchengladbacher Stadtduell als Neunter zu seinen Gunsten gegen Heinz-Harald Frentzen, der 15. wurde. "Mit dem Auto bin ich zufrieden", meinte der jüngere der beiden Schumacher Brüder. Wegen eines Motorenwechsels zwischen dem ersten und zweiten Trainingsdurchgang habe er allerdings viel Zeit verloren. Zudem musste der Kerpener wegen eines Motorenplatzers seinen BMW-Williams zehn Minuten vor dem Ende auf dem Grünstreifen abstellen. "Alles lief völlig normal", meinte Frentzen. "Es war auch das normale Nürburgring-Wetter." Der böige Wind habe einerseits die Piste schnell abgetrocknet, andererseits sei er beim Fahren hinderlich gewesen.

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