Freies Training Räikkönen hängt Alonso ab
Manama - Ferrari ist in der Formel 1 an die Spitze zurückgekehrt und hat mit Kimi Räikkönen die Bestzeit im Training zum Großen Preis von Bahrein gesetzt. Wenige Stunden, nachdem ein nächtlicher Gewittersturm die Rennstrecke unter Wasser gesetzt hatte, fuhr der Finne im Freien Training vor dem dritten Saisonrennen am Sonntag (13.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in beiden jeweils 90-minütigen Trainingssitzungen die beste Zeit.
Mit 1:33,162 Minuten verwies er den Briten Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes (1:33,540) auf Rang zwei. "Die Top fünf liegen ganz eng zusammen. Das wird ein ganz harter Fight", sagte Mercedes-Sportchef Nobert Haug, "wir versuchen alles, damit wir wieder ganz oben stehen."
Am vergangenen Sonntag hatte McLaren-Mercedes in Malaysia mit Weltmeister Fernando Alonso als Sieger den ersten Erfolg seit 18 Monaten gefeiert, diesmal waren die "Roten" wieder vorn. "Dieses Wochenende werden wir zufriedener sein als letztes. Wir werden sie schlagen", meinte Räikkönen.
Im zweiten Ferrari belegte Felipe Massa (1:33,679) Platz drei. In einer spektakulären Szene hatte der Brasilianer Glück. Er konnte gerade noch dem Honda von Jenson Button ausweichen, als dessen Motor Feuer fing. Alonso landete im Silberpfeil in 1:33,784 Minuten auf Platz fünf. "Wir brauchen noch etwas mehr Zeit, um Ferrari wirklich einzuholen", sagte der WM-Führende aus Spanien.
Näher an die beiden Topteams herangerückt scheint BMW zu sein, dass durch Robert Kubica (1:33,732) aus Polen einen starken vierten Platz in der Kombination beider Trainingssitzungen herausfuhr. Sein Teamkollege Nick Heidfeld kam als bester des deutschen Fahrer-Quartetts in 1:34,076 Minuten auf Platz sieben. "Wir sind als dritte Kraft nah dran an den beiden Topteams. Es ist möglich, dass wir aufs Podium fahren, wenn die beiden Teams vorn patzen. Ich habe ein gutes Gefühl", so Heidfeld.
Auch Williams-Pilot Nico Rosberg überzeugte als Achter in 1:34,189 Minuten. Ralf Schumacher (1:35,427) hingegen enttäuschte im Toyota als 18. direkt vor Spyker-Pilot Adrian Sutil (1:35,582). Schumacher wurde dazu noch in der Boxengasse geblitzt und muss 1450 Dollar Strafe zahlen.
guv/sid