GP von Europa: Computer-Chaos beim Qualifying - DER SPIEGEL
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GP von Europa Computer-Chaos beim Qualifying

Computerpanne, Phantomflaggen, ein Boxennachbar-Besuch der unangenehmen Art sowie ein brennender Williams. Bei der Qualifikation zum Großen Preis von Europa ging es heiß her. Fernando Alonso behielt kühlen Kopf im Chaos.
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Hamburg - Michael Schumacher steht bei seinem Formel-1-Heimrennen am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf dem Nürburgring in der ersten Startreihe. Der Ferrari-Star fuhr in 1:30,028 Minuten die zweitschnellste Runde. Schneller war nur Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien, der sich in 1:29,819 Minuten im Renault die zehnte Pole Position seiner Karriere sicherte. Drittschnellster war Schumachers Teamkollege Felipe Massa aus Brasilien. "Erste Reihe, zweiter Platz, damit können wir gut leben. Dass Renault ganz vorne steht, ist für mich keine Überraschung", so Michael Schumacher.

Das einstündige Qualifying lief chaotisch ab. Rund vier Minuten vor Ende der ersten Qualifikationsphase zeigten die Computer eine Rote Flagge, die einen Abbruch aus Sicherheitsgründen signalisiert. Nach wenigen Sekunden war die Flagge allerdings wieder von den Monitoren verschwunden. Am Ende der ersten Phase herrschte dann bei einigen Fahrern Unklarheit, ob ihre Zeit zum Weiterkommen gereicht hat.

Giancarlo Fisichella, der in der zweiten Phase ausgeschieden war, hatte den Schuldigen für seinen abermaligen sportlichen Misserfolg in BMW-Pilot Jacques Villeneuve gefunden. Der Renault-Fahrer beschimpfte direkt vor der Knockout-Phase Villeneuve in dessen Box, noch während der Kanadier im Auto saß. Fisichella fühlte sich von dem ehemaligen Weltmeister in einer schnellen Runde behindert.

Für Enttäuschung aus deutscher Sicht sorgten Ralf Schumacher, Nick Heidfeld und Nico Rosberg. Schumacher kam mit seinem Toyota lediglich auf den elften Rang, Rosberg fuhr im Williams auf Platz 12, wurde aber ebenso wie sein Teamkollege um zehn Startplätze nach hinten versetzt, da Williams die Motoren am Rennwochenende tauschte. Zudem brannte Rosbergs Wagen beim Nachtanken, konnte aber umgehend von einem Crewmitglied gelöscht werden. Nick Heidfeld kam im BMW auf Rang 15. Nur die zehn schnellsten Fahrer kämpfen im letzten Durchgang um die Pole-Position.

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