GP von Spanien: "Barcelona gefällt mir" - DER SPIEGEL
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GP von Spanien "Barcelona gefällt mir"

Nach dem zweiten Doppelsieg der McLaren-Mercedes in Folge scheint die bisher so enttäuschend verlaufene Saison für die Silbernen die entscheidende Wende zu nehmen.
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Barcelona - Während bei den Roten der Gemütszustand keineswegs trostlos war, schwelgten die Silbernen in Euphorie. "Ich schwebe über den Wolken", zeigte Mika Häkkinen nach seinem Sieg beim Großen Preis von Spanien einen für seine Verhältnisse ungewöhnlichen Gefühlsausbruch. "Bis zum Saisonschluss kann noch viel passieren. Barcelona war ein gutes Beispiel dafür." Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug jubelte nach dem dritten Doppelsieg in Serie auf dem Circuit de Catalunya: "Barcelona gefällt mir irgendwie."

DaimlerChrysler-Vorstand Jürgen Hubbert schlug nach dem ersten Glücksrausch ("Ein faszinierendes Rennen. Wir sind wieder näher herangerückt") moderate Töne an. Nach Barcelona könne man nicht automatisch auf eine Umkehr im Kräfteverhältnis schließen. "Wir werden nicht immer das Glück haben, dass Michael einen Reifenschaden hat. Und auch bei uns hätte der Tankstutzen hängen bleiben können", räumte der Top-Manager ein, sein Team habe auch von Schumachers Pech profitiert. "Ein Blick auf die Rundenzeiten zeigt aber: Mika hätte die Chance gehabt, Michael auf der Strecke zu bezwingen."

Nach dem zweiten Doppelsieg haben Mika Häkkinen und David Coulthard, fünf Tage nach seinem Flugzeugabsturz der eigentliche Sieger, ihre Rückstande auf den deutschen WM-Spitzenreiter erneut reduziert. Ein Umstand, der den in der Fahrerwertung mit 14 Punkten vor Häkkinen und 16 Zählern vor Coulthard führenden Schumacher nicht zu schocken scheint. "Wir sind optimistisch, dass wir auf dem Nürburgring wieder ganz vorn dabei sein können", erklärte der zweimalige Formel-1-Weltmeister und wusste natürlich, dass ihn selbst ein weiterer Sieg Häkkinens oder Coulthards nicht die WM-Führung kosten kann.

Schumachers Zuversicht beruht auf der Tatsache, dass er bis zum fatalen zweiten Boxenstopp mit dem Tankstutzen-Problem und anschließenden schleichenden Plattfuß seinen einzigen ernsthaften Konkurrenten Häkkinen - wenn auch mit viel Mühe - in Schach halten konnte. "Es gibt Hochs und Tiefs. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass auch uns Probleme ereilen können", sagte der Ferrari-Star aus Kerpen nach seinem fünften Platz beim Großen Preis von Spanien gelassen. "Immerhin habe ich zwei Punkte geholt. Die können am Saisonende sehr nützlich sein."

Das Rennergebnis

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