Grand Prix von Ungarn Nur Blessuren bei Unfallopfer Firman
Budapest - Firman war am Samstagvormittag im Freien Training ungebremst in einen Reifenstapel gerast, nachdem bei Tempo 200 der Heckflügel seines Autos weggeflogen war. Der Brite erlitt neben einem Schock eine Fersenprellung und eine leichte Gehirnerschütterung. Der 28-Jährige muss 24 Stunden zur Beobachtung im "Orszagos Hospital" bleiben, in das er mit einem Krankenwagen gebracht worden war.
Formel-1-Arzt Sid Watkins erteilte Firman ein Rennverbot. "Auf Ralph haben bei dieser hohen Geschwindigkeit wahnsinnige Kräfte eingewirkt. Er konnte aber selbst aus dem Auto steigen und hat sich bis auf den Schock normal verhalten", sagte Watkins, "dass seine Verletzungen so glimpflich sind, ist ein Verdienst der hohen Sicherheitsmaßnahmen im Cockpit und des Hans-Kopfschutzes."
Firman selbst erklärte, dass er am Sonntag zum Rennen wieder an der Strecke sein will. "Ich kann mich an die Zeit vom Crash bis ich im Krankenwagen lag an nichts mehr erinnern", so der Jordan-Pilot, "ich fühle mich den Umständen entsprechend und bin nur traurig, dass ich das Rennen verpasse."
Als Ersatz für Firman, der beim Test in Monza Anfang September wieder fahren will, wird Zsolt Baumgartner am Sonntag (14 Uhr MESZ) starten und als erster ungarischer Fahrer in der Formel-1-Geschichte einen Grand Prix bestreiten. Die Fia hatte dem Jordan-Testfahrer unter der Auflage eines Extra-Sicherheitsbriefings vor dem offiziellen Training am Samstagnachmittag kurzfristig die nötige Lizenz erteilt.